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Bristols vielfältige Gesichter: Großbritanniens coolste Stadt im Porträt

Als Reiseexperten für Großbritannien haben wir Bristol vor Jahren zur coolsten Stadt des Landes gekürt – dank des beeindruckenden Unternehmergeists seiner Bewohner. Köche, Künstler und Innovatoren treiben diese Kreativität voran. Die lokale Journalistin Ruth-Ellen Davis hat drei Einheimische getroffen, die dieses kreative Feuer verkörpern.

In Bristols Bear Pit, einem betonierten Kreisverkehr inmitten hektischen Verkehrs, prangt ein schwarz-weißes Schild: „RENDLOSE OPTIMISMUS“.

Bristol lebt von Alternativen, Kreativität und Unabhängigkeit. Doch woher stammt dieser unerschütterliche Optimismus?

Schöne Viertel wie das elegante Clifton oder die moderne Wapping Wharf beeindrucken, doch Nachkriegsarchitektur hat auch viel grauen Beton hinterlassen. Bristols echter Charme liegt in seinen Menschen: einer bunten, vielfältigen Community, deren Kreativität in Underground-Clubs, Ateliers, bescheidenen Küchen und Festivals pulsiert.

In den letzten Jahren ist diese Szene ins Rampenlicht gerückt – sichtbar für jeden Besucher. Ein Hafenviertel nur für unabhängige Shops, eine führende Craft-Bier-Szene und das größte Street-Art-Festival Europas machen das klar.

Diese lebendige Stadt boomt – und es war nie einfacher, ihren Zauber zu erleben.

Bruce Gray, Brauer und Barbesitzer

Der Left Handed Giant Tap Room wirkt etwas chaotisch.

„Normalerweise sieht’s hier nicht so aus – ehrlich!“, lacht Geschäftsführer Bruce Gray und reicht einen frischen Kaffee über die improvisierte Bar.

Nach den Anfängen als „Zigeunerbrauer“ – mit Brauereien in geliehenen Räumen für Hits wie Duet, Red 5 und Lactose Tolerant – richtet Left Handed Giant nun ein eigenes Sudhaus in St. Philips ein.

Das Chaos passt perfekt. Das Treffen mit Bruce fühlt sich wie ein Insider-Erlebnis an.

Zusammen mit Frau Hannah, ehemaliger Brewdog-Operations-Director, leitet er Left Handed Giant und das Craft-Bier-Großhandelsunternehmen Big Beer Distribution, das Top-Mikrobrauereien aus ganz Großbritannien vertreibt.

Beeindruckend: Bruce ist auch der Mann hinter der beliebten Small Bar in der King Street.

Dieser holzgetäfelte Raum feiert unabhängige Brauer mit kleinen Portionen (Drittel, Halbe, Zweidrittel), einer rotierenden Auswahl an der Tafel und enthusiastischen Barkeepern. Ein Highlight für Bierliebhaber.

Doch der freundliche Schotte wirkt wie ein alter Bekannter: echt, bodenständig, typisch Bristol.

„Bristols Unabhängigkeitsgeist hat mich vor Jahren beeindruckt“, sagt er. „Alle Innenstadt-Unternehmer kennen sich – eine tolle Community.“

Bruce und Hannah kamen in die aufstrebende Craft-Bier-Szene. „Wir haben 32 Hähne in der Small Bar. Alle könnten mit lokalen Bieren gefüllt werden – jedes davon erstklassig.“

„Was macht Bristol zum Bier-Paradies?“, frage ich. „Die Stadt liebt lokale Produkte mit Seele. Das liegt am pulsierenden Herzen Bristols.“

Alex Lucas, Street-Artist und Illustratorin

Ein riesiger grauer Hase mit roten Boxhandschuhen bewacht alte Fahrräder, deren Besitzer Blaubeer-Smoothies genießen. In der Nähe high-fivet der freundlichste Big-Issue-Verkäufer (Jeff) Passanten; um die Ecke badet ein Mann in lila Jogginganzug in einer verlassenen Wanne.

Vor der Stokes-Croft-Filiale der Boston Tea Party warte ich auf Alex Lucas, Schöpferin des boxenden Hasen – ein Instagram-Favorit.

Ihre skurrilen Figuren sind ikonisch, doch im Vergleich zu ihren monumentalen Wandgemälden stadtweit winzig.

Ein Wirbel aus Blumenmuster und Farbflecken setzt sich gegenüber: „Sorry, Kumpel! Ich hab den ganzen Tag Füchse auf Gerüsten gemalt – Zeitgefühl weg!“

Vor sechs Jahren traf ich Alex in Montpelier: Ihr rotes Haus voller Blumen, Vögel und ein Wohnzimmerfenster als Pop-up-Shop für Drucke.

„Nach Wochen war’s ein Treffpunkt für Karten, Geschenke oder Plaudereien. Ich hab tolle Leute kennengelernt, einfach vom Haus aus.“

„Bristol ist offen und aufgeschlossen – das zündet Kreativität“, schwärmt die Einheimische. Sie träumt von bemalten Straßen, umgeben von Tanzstudios, Workshops, Festivals und Street-Art.

„Das nährt den kreativen Drive und die ‚Can-do‘-Mentalität.“ Dieses Wochenende malt sie beim Upfest, Europas größtem Street-Art-Festival.

Jetzt schließt sie The Little Shop: Eine schillernde Galerie mit lokaler Kunst neben Kollegin Amber Elise. Die Fassade mit fliegenden Ananas und Hasen? Unverkennbar.

Alex Hayes, Küchenchef

Dienstagmorgen in Wapping Wharf: Kaffeetrinker, Touristen mit iPads und Piratenkostüm-Kinder beleben die Szene.

Neben der Promenade glänzt Cargo, Bristols Container-Mall aus recycelten Schiffen – ein voller Erfolg.

„Cargo verkörpert Bristols Unabhängigkeit mit Dutzenden lokaler Shops“, sagt Chef Alex Hayes. Sein neues Squeezed bringt innovative Burger und Limonaden ins Angebot.

So neu, dass wir bei Little Victories Kaffee trinken, während Maschinen dröhnen. Perfekter Tag für Alex’ Wassermelone-Rosmarin-Limonade.

„Solche Limonaden gibt’s hierzulande selten. Vielseitig wie meine Burger – ich experimentiere gerne.“

Sein „St. Werburger“ (für St. Werburghs) war Bristols Bester: Doppeltes Patty, Monterey Jack, Speck, Kapern-Aioli, Chipotle-Relish, konfierte Schalotten. Er kommt mit nach Squeezed.

„Es geht um Umami, den ultimativen Geschmack. Kapern zu Rind? Passt perfekt.“

Crowdfunding finanzierte vieles: „Bristol unterstützt unglaublich – Gäste, Social Media, Kollegen. Ein echtes ‚Bristol Love-In‘.“

Entdecken Sie mehr von Bristol mit Der grobe Leitfaden für Bath, Bristol und Somerset.

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