Von oben wirkt die Rupununi-Savanne wie eine umgekehrte Topographiekarte. Die grünen Erhebungen sind hügelbedeckte Vegetation, während braune Vertiefungen die überfluteten Flussläufe der Regenzeit markieren.
Vom Boden aus schockt der Übergang in die Savanne. Nach zwei Tagen im feuchten Dschungelcamp Surama am Flussufer – umgeben von Halbdunkel, Brüllaffen und Fröschen – blendet die offene Savanne mit Buschland, hohem Gras, Termitenhügeln, Riesenameisenbären und fernen Strohdächern der Makushi-Indianer.
Unser erstes Lager: Oasis bei Annai, Rastplatz für Busse auf dem roten "Highway" von Georgetown nach Lethem und für Radfahrer mit Bogen – Jagdtradition lebt.
In Rupertee, berühmt für Hartholzschnitzereien, versäumen wir Souvenirs wegen eines leidenschaftlichen Mädchensfußballs. Barfuß auf Kies, mit fermentiertem Maniokgetränk – pure Lebensfreude.
Auf dem Rückweg biblical Flut: Wege werden Ströme, eine Riesenkröte taucht auf. Nachts leuchten Sterne und Glühwürmchen. Abstecher zur Karanambu Lodge am Rupununi: Paradies für Tierfreunde. Kameras fangen Jaguar, Ozelot, Tapir, Anteater, Capybara.
82-jährige Legende Diane McTurk rettet nicht nur Riesenotter, sondern Ameisenbären, Tapire, Jabirus. Berührende Geschichte: Verletzter Tapir kehrt als Adult zu seiner Retterin zurück.
In Shulinab, Makushi-Dorf: Schule, Gesundheitszentrum, herzliche Bewohner – im Gegensatz zu misstrauischen Peruanern.
Rancharbeiter führen uns aus: Richtung Kanuku-Berge ("Berge des Lebens"). Highlight: Osterrodeo in Lethem mit Vaqueros, Bullriding, Calf Roping. "Früh kommen, Hängematten rar!" Sie galoppieren lassoschwingend zur Herde – Rodeo-Training.
Anna Kaminski recherchierte für Rough Guides South America on a Budget.