Als Reiseautor und Fotograf bei Rough Guides teilt David Abram nach Wochen intensiver Erkundung seine favoritsten Aufnahmen aus der chinesischen Provinz Yunnan.
Vor etwas mehr als einem Jahrzehnt galt Yunnan im Südwesten Chinas als einer jener exotischen Winkel Asiens, über die nur Eingeweihte mit leiser Stimme sprachen: exquisit abgelegen, von atemberaubender Schönheit und weitgehend unberührt von der Moderne.
Zehn Jahre hohes Wirtschaftswachstum haben die Region verändert und mehr Besucher angelockt. Doch wie in ganz China reichen ein paar Schritte abseits der Touristenpfade, um Spuren der alten Welt zu finden.
Im November 2015, als der erste Schnee die Kämme zwischen Mekong und Yangtse bedeckte, reiste ich in den äußersten Norden Yunnans – jenseits des berühmten Jade-Drachen-Bergs und der Tiger-Sprung-Schlucht. Von der Regionalhauptstadt Shangri-La führte meine Route zur tibetischen Grenze und zurück durch das Lancang-Tal (Mekong).
Zum Abschluss bog ich nach Süden ab, um in Shaxi bei Lijiang einen Eindruck von der Ming-Dynastie zu gewinnen: weißgetünchte Dörfer in einem ruhigen Tal, die wie Motive aus Porzellantellern wirken.
Mein Einstieg nach China war Chengdu, die pulsierende Hauptstadt Sichuan. Trotz des Booms bleibt der taoistische Berg Qingchengshan am Stadtrand unvergesslich: Schreine mit scharlachroten Bändern im Nebel, unter tropfenden Kiefern Priester in blauen Tuniken und weißen Gamaschen, die bronzene Räuchergefäße pflegen – das China unserer Träume.
Einige niedrige Überreste des alten Chengdu inmitten der Wolkenkratzer
Gebetsbänder schmücken den Innenhof eines taoistischen Tempels auf dem heiligen Berg Qingcheng
Abendlicht am Kloster Songzanlin bei Shangri-La
Ein tibetischer Mönch rückt seine Robe zurecht auf dem Weg zum Morgengebet
Der Gipfel von Kawakarpo ragt mehr als fünf Kilometer über dem Mekong auf
Dämmerlicht auf dem rasiermesserscharfen Grat von Kawakarpo
Nebelkappe über dem eisigen Kamm des unbestiegenen Berges
Der Yangtse von der Mündung einer heiligen Buddha-Höhle hoch über dem Tal
Ein Dorf der Lisu-Minderheit kurz nach der Maisernte
Eine tibetische Frau siebt aromatisches Holz für Weihrauch
Ruß und Fett als Sonnencreme: Eine ältere Bai-Frau in Tacheng
Bai-Frau bereitet das Abendessen für Mönche im Shibaoshan-Kloster
Eine Naxi-Großmutter kümmert sich um Kinder während der Reisernte
Nord-Yunnan: Letzte Hochburg des seltenen Stupsnasenaffen
Bai-Bauern entspannen sich in einem Dorfteeshop in Shaxi
Mittagessen im malerischen Pear Tree Blossom Temple Restaurant, Shaxi
Naxi-Band stimmt sich ein vor dem Auftritt im Old Theatre Inn, Shaxi
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