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Die faszinierenden Reisterrassen von Banaue: Wiederbelebung eines UNESCO-Weltkulturerbes auf den Philippinen

Die Reisterrassen von Banaue waren einst eine farbenfrohe Collage aus gewundenen Feldern, die sich an die Berghänge in der Provinz Ifugao auf den Philippinen schmiegten. Nachdem sie von den Einheimischen fast vollständig aufgegeben wurden, erleben diese Plantagen nun eine beeindruckende Wiederbelebung – junge Landwirte kehren zurück auf die Felder. Bei der Erkundung des neuen Rough Guide to the Philippines war ich, Kiki Deere, als erfahrene Reiseleiterin tief beeindruckt von der schieren Schönheit und Funktionalität dieser Terrassen.

Ich folge meinem Führer Elvis auf einem schmalen Pfad durch eine üppige grüne Landschaft. Wir klettern eine Reihe kleiner Steinstufen hinauf, die gefährlich aus dem Hang ragen. „Wir gehen zum Aussichtspunkt!“, ruft Elvis begeistert. Ich bin vollauf damit beschäftigt, mein Gleichgewicht zu halten, um einen Sturz zu vermeiden. Oben drehe ich mich um – und bin überwältigt: Ein atemberaubender Blick auf Reisterrassen, die wie eine riesige gewundene Treppe den Berg umhüllen. „Wenn man diese Felder aneinanderreihen würde, reichten sie, um die halbe Erde zu umrunden“, erklärt Elvis.

Diese aus Stein und Schlamm geformten Terrassen, 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt, zeichnen die Konturen der Cordillera-Berge im Norden Luzons nach. Seit vorkolonialen Zeiten sind sie essenziell für das Überleben der Ifugao.

Diese lebendige Landschaft mit ihrem komplexen Bewässerungssystem, das Wasser aus nebelumhüllten Gipfeln leitet, demonstriert meisterhafte Bau- und Wassermanagement-Techniken, die über 2000 Jahre unverändert blieben. Die Pflegekunst wurde mündlich weitergegeben, begleitet von Ritualen, bei denen Geister beschworen wurden. Bis heute werden bulol, die Reisgottheiten, auf Feldern und Speichern verehrt, um reiche Ernten zu sichern und vor Unheil zu schützen.

„Als ich sieben war, ging ich mit meinem Großvater auf die Felder. Er lehrte mich, Deiche zu reparieren und das Land zu ebnen. Ich ritt auf dem Büffel, der manchmal wie ein Hund spielte – hin und her rennen, rollen...“, erzählt Elvis mit Wärme. Seine Nostalgie für die unbeschwerten Jugendtage weckt in mir als Reisenderin tiefe Verbundenheit.

„Der Reis aus Ifugao ist nur für den Eigenbedarf. Aber oft reicht er nicht. Eine Ifugao-Familie hat im Schnitt fünf Kinder plus Eltern – sieben Mäuler, dreimal täglich Reis.“

Der durchschnittliche Filipino verzehrt über 120 kg Reis jährlich. Kommerzieller Reis aus dem Tiefland, mit Düngemitteln gezüchtet, wird exportiert.

„Bei schlechten Ernten kaufen wir Flachland-Reis“, sagt Elvis. Überschüsse zum Verkauf sind rar.

Für Ifugao-Bauern sind die Terrassen die einzige Einkommensquelle. Mit weniger als 6 US-Dollar Tageslohn wanderten viele Jugendliche in Städte ab, Terrassen verfielen. 2001 landeten sie auf der UNESCO-Gefahrenliste.

Doch Elvis berichtet von Besserung: „Über 90 % der Felder werden jetzt genutzt.“ Der Reispreis (50 kg Sack: 45 US-Dollar, vervierfacht seit den 90ern) lockt Jugendliche zurück.

Regierungsprogramme seit einem Jahrzehnt halfen; 2012 wurden sie von der Gefahrenliste gestrichen. Klimawandel und Erdbeben fordern nun: Dämme verschieben sich, Systeme leiden. Nachhaltiger Tourismus ist eine Lösung.

Eine ältere Frau in scharlachrotem Schal arbeitet gebückt. Daneben ebnet ein Mann im Schlamm das Feld. November/Dezember ist „Spiegelzeit“ – Felder glänzen wasserbedeckt.

Farben wechseln: Pflanzung Januar/Februar, grünst im April, gelb Juni/Juli (Ernte), golden/braun August.

Ich stelle mir den Regenbogen der Terrassen vor, auf 70-Grad-Hängen. Unten ein Dorf, harmonisch eingebettet – ein unvergessliches Bild von Mensch und Natur.

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