Der Bandai-Asahi-Nationalpark in der nordöstlichen Tohoku-Region Japans fasziniert mit ungezähmter Wildnis, stillen Bergen und dichten Wäldern. Pfauenblaue Calderaseen und bewaldete Grate rahmen atemberaubende Himmel ein. Mit einer Fläche von 186.000 Hektar (1.860 km²) erstreckt er sich über die Präfekturen Fukushima, Yamagata und Niigata und ist Japans flächenmäßig zweitgrößter Nationalpark.
Wandern auf heiligen Gipfeln im Bandai-Asahi-Nationalpark
Auf den drei heiligen Gipfeln – Mount Haguro, Mount Gassan und Mount Yudono (zusammen Dewa Sanzan) – begegnen entschlossene Wanderer starken Winden. Diese Bergriesen liegen in den nördlichen Ausläufern des Parks in der ehemaligen Provinz Dewa (heutige Präfektur Yamagata). Mount Gassan, der höchste, beherbergt das beeindruckende Lavaplateau Midagahara mit reichem Feuchtgebiet, übersät von raschelndem Schilf und alpenländischen Pflanzen an seiner Nordwand.
Im Südwesten erstreckt sich die Iide-Bergkette, ein wilder Lebensraum mit himmelblauen Iiderindo-Blumen und flechtenbedeckten Pfaden durch uralte Buchenwälder.
Der südöstliche Teil (Bandaiazuma-Inawashiro-Gebiet) lockt mit dampfenden Onsen und kobaltblauen Calderaseen, die wie Riesenfußspuren über sandfarbenes Gelände ziehen. Dieses Meisterwerk verdankt sich den Vulkanen Mount Bandai (Namensgeber des Parks) und Mount Azuma.
1888 brach Mount Bandai mit einem gewaltigen Dampfausstoß ein, blockierte den Fluss Nagase und schuf die Goshikinuma-Teiche („fünf Farben“) – eine Kette von Teichen in Schattierungen von Aquamarin bis Kupfer.
Ein Abenteuerspielplatz das ganze Jahr
Von April bis September bieten dichte Wälder Schatten für Wanderer, Pilger und Wassersportler. Im Herbst (September bis November) erfreuen kühle Temperaturen und rote Blätter bei Gipfelbesteigungen und Kratererkundungen.
Im Winter (Dezember bis Februar) wird der Park zur Schneelandschaft: Skifahrer rasen Pisten hinunter, Snowboarder zeigen Tricks, Schlitten gleiten durch Wälder und Angler lauern unter dem Eis.
Reisen Sie mit uns durch diesen faszinierenden Park und entdecken Sie die Highlights, wie von Einheimischen empfohlen.
Inawashiro Ski Resort: Pulverschnee und herzhafte Ramen
Abseits der Massen, nahe Inawashiro, liegt das Inawashiro Ski Resort (Snow Paradise) in der südlichen Parkecke. Genießen Sie ungestörtes Skifahren mit Blick auf den prächtigen Inawashiro-See unter klarem Himmel.
18 Pisten in zwei Bereichen eignen sich für Anfänger und Profis. Powder-Hänger laden erfahrene Fahrer ein. Im Resort-Restaurant stärken Ramen, Curry und Katsu-don.
Urabandai Lake Resort: Wanderungen und Onsen
Hier genießen Sie Panoramablicke auf Hibara-See und Mount Bandai. Wandern Sie zu den Goshikinuma-Teichen (3 Minuten entfernt), skidown oder rodeln Sie. Im Hotel entspannen Rotenburo mit Seenausblick und Kaiseki-Menüs wie Sashimi, Sojamilch-Miso oder Aizu Kozuyu.
Probieren Sie das Nomikurabe-Set mit lokalen Likören – ein Muss in dieser Whisky-Region.
Goshikinuma-Teiche: Das Land der bunten Seen
Etwa 30 Vulkanseen entstanden 1888 durch die Eruption von Mount Bandai. Mineralien brechen Licht in Rot, Orange, Gelb, Grün und Blau – verstärkt durch Algen.
Bishamon-Teich, der größte, umgeben von Herbstfarben und Koi-Fischen. Aonuma-Teich erstrahlt blaugrün mit safranfarbenen Kiefern.
Spazieren Sie zu Vogelgezwitscher, schwankenden Booten und dem japanischen Serow.
Dewa Sanzan: Auf den Spuren der Shugendo-Pilger
Dewa Sanzan ist Übungsstätte der Yamabushi (Shugendo: Bergasketik mit Buddhismus und Shinto). Pilgerort für Gläubige und Naturfreunde.
Mount Haguro (Tsuruoka) ist 1.500 Jahre Shugendo-Zentrum. Sanjingosaiden auf dem Gipfel – anfängerfreundlich.
Mount Gassan (1.984 m) fordert mit Wolken und steilem Pfad. Gassan-Schrein oben (Landwirtschafts- und Schifffahrtsgott).
Mount Yudono mit roter Pagode – Ziel der Sankan Sando-Pilgerreise. Barfuß steigen Zen-Anhänger zu heißem Quellfelsen.
Gassan Visitor Center: Tor zu Mount Gassan
Neben Sanjingosaiden: Infos zu Geschichte, Kultur, Flora/Fauna. 3D-Modelle, Karten.
Mieten Sie Schneeschuhe (Kanjiki). Rollstuhlgerechter Pfad zum Teich und Wetlands Garden (30 Min.). Events: Vogelbeobachtung, Schneeschuhtouren, Workshops (Soba, Färben).
Haguromachi Touge: Shukubo und Shojin Ryori
Tor zu Dewa Sanzan: Bleiben Sie in Pilgerherbergen (Shukubo). Yamabushi segnen Gäste.
Daishinbo (350 Jahre Hayasaka-Familie): Berühmt für Shojin Ryori – vegetarische Bergküche.
Hagurosan-Wanderweg: 2.400 Stufen und uralte Zedern
2 km vom Zuishimon-Tor: Suga-Fälle (Misogi-Ritual). Jijisugi-Zeder (1.000 Jahre, 43 m). Gojunoto-Pagode (Nationalschatz).
Ninosaka Chaya: Matcha, Mochi. Minamidani-See. Oben: Sanjingosaiden – Heiligtum der drei Berge.