Iwaki, eine Stadt am südöstlichen Rand Japans in der Präfektur Fukushima, liegt eingebettet zwischen der zerklüfteten Pazifikküste im Osten und den dichten Wäldern des Abukuma-Hochlands im Westen. Ein Netz von Flüssen durchzieht das hügelige Hinterland, gespeist von markanten Hügeln. Mit einer Fläche von 1230 Quadratkilometern zählt Iwaki zu den größten Städten Fukushimas.
Die Stadt ist reich an Geschichte: Hier befand sich die Nakoso-Barriere, ein Verteidigungsposten der Yamato-Regierung aus dem Jahr 708 n. Chr., der den kaiserlichen Hof gegen die indigenen Emishi-Völker schützte. Vom Altertum bis ins Mittelalter gehörte das Gebiet zur Provinz Mutsu und stand unter der Kontrolle des Yamato-Hofes.
In der frühen Heian-Zeit scheiterten die Samurai daran, die feindlichen Iteki-Fraktionen der Emishi zu bezwingen, deren Bergsitze ihnen Vorteile boten. Unter Kaiser Kanmu passten sie ihren Kampfstil an und integrierten vertrauenswürdige Fushu- und Ifu-Emishi in ihre Reihen.
Iwaki: Eine Stadt im Einklang mit der Natur
Relikte der Emishi-Kultur zeugen von einem Leben in Harmonie mit der Natur und den Jahreszeiten – ein Erbe, das das moderne Iwaki prägt. Über 500 Schreine und Tempel schmücken die von der Zeit geformte Landschaft.
Ley-Linien, ein Konzept aus dem frühen 20. Jahrhundert Europa (z. B. Stonehenge), werden hier mit heiligen Stätten in Verbindung gebracht, die Wohlstand bringen. Dazu gehören die Joban-Kohlefelder, die bis in die 1960er-Jahre die Wirtschaft antrieben.
Heute strahlt das Spa Resort Hawaiians neben Yumoto Onsen, einer der ältesten heißen Quellen Japans mit tausendjähriger Geschichte, als Touristenmagnet. Sacred-Land-Experte Issey Uchida nutzt GPS und Karten, um Netzwerke von Schreinen, Tempeln und Gräbern zu kartieren – ein Weg, um Emishi-Traditionen und Iwakis Beziehung zu Bergen und Ozean zu verstehen. Dieser Artikel enthüllt die Geheimnisse von Iwakis Vergangenheit und Gegenwart.
Onahamakashima-Schrein
Der shintoistische Onahamakashima-Schrein erhielt seinen Namen nach heiligen Hirschboten, die Wasser vom Kasuga-Schrein trugen. Einheimische ehren hier Takemikazuchi, den Kami des Krieges und Donners.
Im Gegensatz zu vielen Iwaki-Schreinen ist er leicht südostwärts zum Pazifik ausgerichtet: Am Wintersonnenwendenmorgen durchdringt Sonnenlicht die Torii und reflektiert sich im Hauptgebäude. Manche sehen darin Jomon-Weisheit zur Kanalisierung elementarer Kräfte. Der Schrein beherbergt eine der größten Taiko-Trommeln in Tohoku. Erkunden Sie den grünen Garten mit plätscherndem Drachenbrunnen und dem kunstvollen Mikoshi.
Kohle- und Fossilienmuseum Iwaki (Horuru)
Das 1984 eröffnete Horuru-Museum widmet sich Iwakis Bergbaugeschichte. Ein rekonstruierter Joban-Kohletunnel mit Artefakten und Dioramen zeigt über ein Jahrhundert Fortschritt.
Highlights: Fossilien wie der Futabasaurus suzukii, ein Kreidezeit-Plesiosaurier aus dem Pazifik vor 85 Millionen Jahren, entdeckt 1968 von Tadashi Suzuki. Danach empfehlen wir Restaurant Genya Yumoto mit Mehikari (Goma-Makrele) und Soba. Dieser Tiefseefisch ist Iwakis Spezialität – frittiert, gegrillt oder mit Rettich.
Jofuku-ji-Tempel (Akaidake Yakushi)
Unverzichtbar: Der Shingon-Tempel am Fuß des Akaidake, umgeben von 88 Kannon-Statuen. Oben belohnt ein Panoramablick auf Iwakis Skyline. Yakushi Buddha, der Heilende, thront verborgen im Hauptgebäude.
Gäste können Sutras kopieren und Shojin Ryori genießen. Im Frühling und Herbstäquinoktium badet Sonnenlicht die Halle, Kiefern zeichnen Silhouetten. Die Ryuto-Legende beschreibt ein glühwürmchenartiges Licht aus dem Meer. Hier findet goma-gyo statt: Reinigung über Glut mit Sutras.
Haryu-ji-Tempel
An Tagundnachtgleichen erstrahlt die Sonne hinter den Torii auf Benten-jima. Der ostausgerichtete Tempel auf der wettergegerbten Insel ehrt Benten, die Meeresgöttin.
Im Juni blühen Hortensien in Lila. Spuren von Ko-Shintō (Jōmon-Animismus) deuten auf Ley-Linien hin. Holen Sie sich ein Shuin-Siegel für Ihr Shuinchō.
Ino-Hachiman-Schrein
10 Minuten vom Bahnhof: Dieser 11.-Jahrhundert-Schrein, gleichaltrig mit Tsurugaoka Hachimangu, ist präfekturales Kulturgut. Über rote Torii und Trommelbrücke erreichen Sie den Garten mit Kirschblüten im April/Mai.
Gewidmet Hachiman, Jingū und Himegami. Hier starten Neujahrsfeiern, Shichi-Go-San und Yabusame – berittenes Bogenschießen mit Emishi-Wurzeln. Probieren Sie Ingwer und fertigen Sie Amulette.
Mehr Infos bei Iwaki City Tourism und Tohoku Tourism Promotion Organisation.
Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der Tohoku Tourism Promotion Organization und dem Iwaki Tourism and City Planning Bureau.