Australien fasziniert Reisende weltweit mit Weltklasse-Städten, dem rotglühenden Outback, traumhaften Stränden und einem entspannten Lebensstil. Westaustralien umfasst ein Drittel des Kontinents – ein Staat voller unberührter Wildnis, bis hin zur pulsierenden Metropole Perth. Dank effektiver Maßnahmen hat Australien die COVID-19-Pandemie erfolgreich eingedämmt. Wir sprachen mit Brodie Carr, Geschäftsführer von Tourism Western Australia, über die Strategien der Region und den Ausblick.
Interview mit Brodie Carr von Tourism Western Australia
F: Wie sieht die aktuelle Lage in Westaustralien aus? Wie geht der Staat mit dem Coronavirus um?
A: Die COVID-19-Pandemie stellt beispiellose Herausforderungen dar, und der Tourismus ist besonders betroffen. Westaustralien hat sich besser gehalten als viele andere Staaten, dank strenger Grenzschließungen, innerstaatlicher Reisebeschränkungen und unserer Isolation. Die Regierung lockert nun schrittweise: Regionale Grenzen innerhalb Westaustraliens sind aufgehoben (außer zu abgelegenen Aborigines-Gemeinden), Versammlungen sind erweitert, und viele Geschäfte sowie Attraktionen öffnen wieder.
Mit diesen Lockerungen fördern wir in unserer Kampagne „Go Wild“ den innerstaatlichen Tourismus. Westaustralier sollen ihren eigenen Hinterhof entdecken – etwa Schwimmen mit Walhaien am Weltnaturerbe Ningaloo Reef, Erkundung der Kimberley-Wildnis oder ein Besuch auf Rottnest Island mit seinen 63 Stränden und den ikonischen Quokkas.
F: Welche positiven Entwicklungen gibt es in der Region und Australien während der Krise?
A: In der Branche entstehen innovative Lösungen. Busselton Jetty, der längste Holzsteg der südlichen Hemisphäre, bietet virtuelle Unterwasser-Touren. Wise Winery im Südwesten produziert Handdesinfektionsmittel, und Whale Watch Western Australia streamt virtuelle Whale-Watching-Touren.
F: Wie bleibt Westaustralien virtuell mit potenziellen Besuchern verbunden?
A: Auf Social Media und unserer Website westernaustralia.com halten wir Westaustralien auf der Bucket List. Die Kampagne „Adventure Awaits“ präsentiert Abenteuer, Roadtrips und Partner. Im Virtual WA-Hub gibt es immersive Inhalte: Live-Astronomie mit Rick Tonello vom Gravity Discovery Center, Buschspaziergänge in Broome mit Johani Mamid von Mabu Buru Tours oder IsoFringe-Aufführungen aus dem Fringe World Festival. Das britische Büro startete VFam-Virtual-Trips zur Coral Coast für Reiseagenten.
F: Andere australische Staaten lockern Beschränkungen – wie sieht es mit einer landesweiten und westaustralischen Öffnung aus?
A: Grenzen sind außerhalb Victorias, NSW und ACT geschlossen. Westaustraliens Grenzen bleiben für Nichtansässige zu.
F: Wann öffnen Attraktionen wieder?
A: Grenzen bleiben geschlossen, aber lokale Lockerungen ermöglichen die Öffnung von Restaurants, Bars, Cafés, Galerien, Museen, Theatern, Kinos und Wildparks – mit Beschränkungen der Besucherzahlen.
F: Welche neuen Sicherheitsmaßnahmen kommen für Reisende?
A: Die Regierung bietet Hygieneschulungen für die Branche und verbindliche COVID-Sicherheitsrichtlinien.
F: Wie prognostizieren Sie den Tourismus bis Jahresende und 2021?
A: 2019 war ein Rekordjahr. Nach der Öffnung erwarten wir starkes Comeback. Aktuell unterstützen wir die Branche und freuen uns auf In- und Auslandsgäste, sobald es sicher ist.
F: Gibt es Fortschritte bei der „Reiseblase“ mit Neuseeland?
A: Es gibt Diskussionen, aber keine Pläne. Inlandsreisen priorisiert.
F: Welche Lektionen ziehen Sie aus COVID-19?
A: Wir werden Reisen noch mehr schätzen – Zeit mit Liebsten, Natur und Weite. Diese Werte bleiben Priorität.
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