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Fünf Lektionen aus meinem ersten Roadtrip als alleinerziehende Mutter mit drei Teenagern

Als mein Mann eine Reise in die USA antrat, um seine Großmutter zu beerdigen, organisierte ich parallel einen Mutter-Tochter-Urlaub, um mein FOMO im Zaum zu halten.

Wie viele Familien hatten wir zwei zermürbende Jahre mit Heimunterricht und Lockdowns hinter uns. Eine kurze Auszeit dazwischen half, doch drei Wochen Ferien zu Hause drohten zu einer familiären Meuterei zu führen.

Ohne meinen Mann unterwegs zu sein, machte mir das etwas Angst, daher plante ich nichts allzu Abenteuerliches.

Nach 1.380 Kilometern, vier Riesenpackungen Lollis und drei Tankfüllungen habe ich folgende Erkenntnisse gewonnen.

Lektion 1: Wählen Sie ein Ziel und bleiben Sie dabei

Mein Ältester, 17, wünscht sich seit Jahren das Great Barrier Reef. Doch als alleinerziehende Mutter mit meiner kürzlichen Behinderung wäre Schnorcheln zu ambitioniert gewesen.

Ich wollte etwas Einfacheres und Näheres – für den Fall der Fälle. Nach langen Verhandlungen packten meine drei Teenager widerstrebend ein und wir fuhren nach Norden nach Canberra.

Lektion 2: Die Highlights der Eltern unterscheiden sich von denen der Kinder

Mit heruntergeladenen Playlists verlief die siebenstündige Fahrt friedlich. Bei Ikonen wie dem Dog on the Tucker Box, dem Ettamogah Pub und Holbrooks U-Boot reagierten die Kids jedoch kaum.

Für mich waren das Kindheitserinnerungen aus eigenen Roadtrips. Die Mädchen lehnten sich nur aus dem Fenster für Fotos.

Stattdessen zauberten kleine Momente Kichern hervor: Künstlicher Schnee beim Weihnachtsfest im Juli, Verstecken im Botanischen Garten oder die schäbige Zugfahrt durch das Tudor-Miniaturdorf in Cockington Green Gardens.

Sogar gemütliche Abende mit schlechtem Fernsehen im Bett waren Balsam für uns alle.

Lektion 3: Recherchieren Sie gründlich und starten Sie stark

Fünf Lektionen aus meinem ersten Roadtrip als alleinerziehende Mutter mit drei Teenagern

Am ersten vollen Tag war der Telstra Tower geschlossen, und das Erraten von Ländern vor Botschaften langweilte die Teens.

"Mama, das ist öde. Können wir gehen?"

Nach einem enttäuschenden Mittagessen im schrägen Restaurant lenkte die Bonsai-Sammlung im Arboretum ab. Die Stimmung hob sich, und wir Bonsai-Fans waren begeistert.

Doch abends vor Netflix fehlte ein zweiter Erwachsener. "Ich könnte zu Hause mit Freunden abhängen", maulte die Älteste.

Ich fasste einen Entschluss: Am nächsten Tag ging's ins Old Parliament House, das Museum of Democracy.

Lektion 4: Sogar "langweilige" Orte faszinieren Teens

Meine störrische 17-Jährige brubbelte über weiße Männerprivilegien, doch die Aboriginal Tent Embassy beeindruckte.

Der Guide hob im Unterhaus den Einfluss von Frauen hervor und empfahl die "Changemakers"-Ausstellung zu 120 Jahren Frauenrechten. Besonders berührend: Natasha Stott Despojas abgenutzte Doc Martens aus ihrem ersten Senatsdag mit 26.

Meine Tochter besitzt dieselben – ein Funke für ihre Zukunft. Für mich, fast 50, war es eine Hommage an Mut und Durchhaltevermögen.

Lektion 5: Manche Orte muss man einmal erlebt haben

Fünf Lektionen aus meinem ersten Roadtrip als alleinerziehende Mutter mit drei Teenagern

Ein Höhepunkt: Das Australian War Memorial mit atemberaubenden Exponaten. Draußen auf dem Hof wirkt die Stille überwältigend.

Als meine Älteste eine Mohnblume für meinen Großvater an der Gedenktafel legte, stockte mir die Stimme.

Die rote Blumenwand ist unvergesslich. Am Grab des unbekannten Soldaten dachte ich an die Ukraine.

"Mama, wer ist der unbekannte Soldat?" Die Antwort blieb mir im Hals stecken.

Ich bin stolz auf diesen Roadtrip: Zeit zum Nachdenken und Zusammensein. Beim Abschied von Canberras Wildkaninchen wusste ich: Acht Tage waren vielleicht einen zu viel.