Es stimmt: Der letzte Ort, den ich besucht habe, wird oft zu meinem neuen Favoriten. Wenn ich jedoch eine ideale Basis in Europa wählen müsste – atemberaubend schön und zentral zu meinen Lieblingszielen gelegen –, dann wäre es Bregenz in Vorarlberg, Österreich. Nach einer Arbeitswoche in Regensburg im Mai genossen mein Partner Steve und ich dort eine Radtour am Bodensee und eine Wanderung auf dem Pfänder.

Bei Freunden vor Ort zu übernachten ist immer etwas Besonderes – und genau das taten wir in Bregenz. Unsere Bekannten Franz und Sharon zogen vor über einem Jahrzehnt aus San Diego, Kalifornien, hierher, um Franz' Mutter zu pflegen und ihrem Sohn beim Deutschlernen zu helfen. Sie sind geblieben, und nun verstehe ich warum.
Bregenz liegt idyllisch am Bodensee, mit Lindau im Norden, Liechtenstein im Süden und der Schweiz nur einen Steinwurf entfernt. Mailand und Italien sind eine einfache Fahrt südwärts, Frankreich nördlich – was gibt es nicht zu lieben?
Bregenz: Zentrum des Sommerfests
Bregenz wirkt wie die Schweiz, nur günstiger: Weite Ausblicke, blütenbedeckte Alpenwiesen und pure Bergidylle für Wanderer und Skifahrer. Berühmt ist das Bregenzer Festspiele-Festival im Juli und August (früh buchen, Zimmer sind schnell ausverkauft!). Alle zwei Jahre entsteht eine schwimmende Bühne auf dem See, auf der Opern und Musicals in einem Open-Air-Amphitheater aufgeführt werden. 2017 und 2019 stand Bizets Carmen auf dem Programm.

Radtour am Bodensee
Franz, Österreichs amtierender Hochsprungmeister über 60, schlug eine entspannte Radtour vor – am Tag nach unserer anspruchsvollen Wanderung in eine tiefe Schlucht. Glücklicherweise mieteten wir E-Bikes, eine tolle Entdeckung für mich.

Die E-Bikes sind subtil und vielseitig: Mit mehreren Stufen gab es mir auf niedriger Stufe das Gefühl, 90 % selbst zu treten – bis Wind oder Hügel kamen, dann ein sanfter Boost. Wir starteten am Bregenzner Seeufer, fuhren 26 km (16 Meilen) hin und zurück auf asphaltierten Wegen, überquerten die Bregenzer Ach und den Rhein und durch ein malerisches Naturschutzgebiet mit Wasservögeln.


Zum Abschluss ein Mittagessen im Freien an einem Yachthafen.
Wandern auf dem Pfänder
Statt auszuruhen, gondelten wir mit der Pfänderbahn hoch und wanderten hinunter. Die Seilbahn fährt seit 1927 alle 30 Minuten (häufiger bei Bedarf) für 7,50 € einfache Fahrt (Hin- und Rückfahrt möglich, Hunde gratis).

Oben erwartet ein Panoramablick auf 240 Alpengipfel in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Wildpark begegnen Sie Kaninchen, Ziegen, Steinböcken, Wildschweinen, Rothirsch und Mufflons. Der Abstieg dauerte 90 Minuten – steil, aber lohnend!





Franz joggt den Pfänder als Training in unter 30 Minuten hinunter, im Winter ski er mit Sharon vormittags. Ein echtes Traumleben!

Auf dem Weg hörten wir eine französische Familie mit Einrädern – abenteuerlich! Unten wartete ein verdientes Abendessen.
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