Die Isle of Wight – Englands größte Insel vor der Südküste nahe Portsmouth – begeistert mit traumhaften Stränden, faszinierenden Dinosaurier-Fossilien und den ikonischen Kreidefelsen der Needles. Am 4. Juli 2020 öffnete die Insel wieder ihre Tore für Reisende, die meist mit der Wightlink-Fähre ankommen. Als erfahrene Reiseredakteure haben wir mit Keith Greenfield, CEO von Wightlink, gesprochen – einem Branchenexperten mit langjähriger Erfahrung im Fährverkehr. Er teilt authentische Einblicke in die Bewältigung der Corona-Pandemie und die zukunftsweisenden Pläne des Unternehmens.
Falls Sie später in diesem Jahr eine Reise planen, empfehlen wir unseren neuen Pocket Rough Guide to the Isle of Wight, erschienen am 19. Oktober 2020.
Gespräch mit Keith von Wightlink
F: Die Isle of Wight öffnete am 4. Juli wieder für den Tourismus. Wightlink-Fähren sind der Einstieg. Wie balancieren Sie die hohe Nachfrage nach Staycations mit Corona-Schutzmaßnahmen?
A: Wightlink hat während der Pandemie durchgehend gefahren. Wir beförderten lebenswichtige Güter über den Solent und ermöglichten Schlüsselarbeitern die Pendelfahrt auf unseren Autofähren zwischen Portsmouth und Fishbourne.
Als Urlaubsreisen im Juli freigegeben wurden, stieg die Nachfrage rapide. Deshalb setzten wir auf allen drei Routen zusätzliche Fähren ein.
Von Anfang an halten unsere Schiffe und Terminals alle Regierungsrichtlinien zur Corona-Bekämpfung ein. Sicherheit hat für uns höchste Priorität.
Unsere Schiffe und FastCat-Katamarane bieten viel Platz: In den Lounges ist Social Distancing machbar, und die Außendecks sorgen für frische Luft. Neue Reinigungsprotokolle, Desinfektionsstationen und reduzierte Kapazitäten gewähren mehr Freiraum.
Wir freuen uns über die vielen Gäste diesen Sommer – doch Sicherheit bleibt unser oberstes Gebot.
F: Wie hat Corona die Ferien auf der Isle of Wight verändert? Welche Anpassungen erwarten Touristen bei Attraktionen, Hotels und Restaurants?
A: Die Isle of Wight ist geöffnet und empfängt Urlauber herzlich. Alle Attraktionen sind betriebsbereit, mit vielfältigen Unterkünften von Hotels über Selbstversorger bis zu Campingplätzen. Gemeinsam schützen wir Besucher und Einheimische durch umfassende Corona-Anpassungen.
Erwarten Sie kleinere Änderungen: Buchung von Zeitfenstern für Attraktionen, vorgeschriebene Wege, QR-Code-Menüs in Restaurants. Kontaktlose Zahlungen werden bevorzugt, Social Distancing ist Pflicht. Masken sind in öffentlichen Verkehrsmitteln und Innenräumen obligatorisch.
Wightlink und viele Inselunternehmen tragen das "We’re Good to Go“-Siegel von VisitEngland – ein Beleg für höchste Sicherheitsstandards.
Ideal für Naturliebhaber: Wunderschöne Strände, Wander- und Radwege laden zum Erkunden ein.
F: Bei Schließungen beliebter Auslandsziele wie Frankreich oder Spanien: Was bedeutet das für Staycations? Auswirkungen auf Nachfrage und Wightlink?
A: Viele scheuen Auslandsreisen, wollen aber tolle Urlaube. Die Isle of Wight ist topaktuell: Viele Hotels und Attraktionen verlängern Saisons bis 2021. Herbst und Frühling sind besonders empfehlenswert – weniger Gedränge.
Tagesausflüge boomen; Familien buchen längere Aufenthalte. Vorausbuchungen 2021 sehen stark aus – kein schneller Rückzug zu Auslandsflügen.
F: Als Vorreiter des Inlandstourismus: Welche Initiativen starten Sie, um das Geschäft anzukurbeln?
A: Unser Marketingteam wirbt für die Insel-Highlights und die einfache Anreise per Straße, Schiene und Fähre. Als Teil von VisitWight heben wir Attraktionen hervor.
Wir pushen FastCat-Tagesausflüge nach Ryde (nur 22 Minuten von Portsmouth) – mit einem der besten Strände Englands, Geschäften und Restaurants.
Herbstferien im Oktober werden turbulent bei gutem Wetter. Für Familien: "Kids go free"-Rabatte in den Schulferien.
F: Was hält die Zukunft für Fährindustrie und Wightlink bereit?
A: Ohne Yacht kommen Sie per Fähre an – eine tolle Urlaubs-Einstimmung. Solent-Fähren bleiben essenziell.
Drei Routen: FastCat für Fußgänger von Portsmouth Harbour zum 200-jährigen Ryde Pier; Autofähren Portsmouth–Fishbourne oder Lymington–Yarmouth.
Corona ist ein Marathon: Wir optimieren Sicherheit kontinuierlich.
F: Können wir positive Effekte aus Covid-19 mitnehmen? Ihre Hoffnungen für die Zukunft?
A: Covid hat Familien und Firmen hart getroffen – das vergessen wir nicht. Doch Positives entsteht: Die Insel wird neu entdeckt, besonders von Naturliebhabern und jüngeren Erwachsenen aus dem Billigflieger-Zeitalter.
Wir freuen uns, sie das ganze Jahr willkommen zu heißen.
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