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Ruanda und COVID-19: Exklusives Gespräch mit Belise Kariza vom Rwanda Development Board

Ruanda, ein atemberaubendes Land im Great Rift Valley Afrikas, hat sich von den traumatischen Ereignissen des Völkermords 1994 erholt. Heute ist es ein sicheres Reiseziel mit beeindruckenden vulkanischen Virunga-Bergen, Heimat der letzten Berggorillas. Trotz exzellenter COVID-19-Bekämpfung stand Ruanda vor der Herausforderung, sowohl Menschen als auch Gorillas zu schützen. Wir sprachen mit Belise Kariza, Chief Tourism Officer beim Rwanda Development Board, über die Maßnahmen des Landes.

Im Gespräch mit Belise Kariza

F: Ruanda hat COVID-19 hervorragend gemeistert – mit umfassendem Testen und nur etwa zehn Todesfällen. Wie laufen die Erfahrungen vor Ort, und ist man stolz auf die Reaktion der Bevölkerung?

A: Ruanda zählt 12 Millionen Einwohner. Seit dem ersten Fall Mitte März verzeichneten wir 3.089 Infektionen und bedauerlicherweise 12 Todesfälle. Die Regierung reagierte blitzschnell: Jeder Fall wird identifiziert, strenge Lockdowns umgesetzt. Wir mobilisierten Gesundheitspersonal, Beamte und Studenten als Kontakttracer, richteten Kommandoposten ein und setzten sogar Roboter in Kliniken ein – für Temperaturmessung und Versorgung. Positive Fälle kommen sofort in Quarantäne, Risikokontakte folgen.

Wir sind stolz auf unsere Bürger, die geduldig und kooperativ Richtlinien des Rwanda Biomedical Centre umsetzten: Abstand halten, Masken tragen, Hände waschen, regelmäßiges Testen und Isolation bei Bedarf.

F: Ruandas Berggorillas teilen 98 % DNA mit uns Menschen und sind anfällig für unsere Krankheiten. Wie schützt das Land sie vor COVID-19?

A: Die Pandemie bedroht diese enge Verwandtschaft. Ruanda beherbergt die zweitgrößte Gorilla-Population weltweit; Trekking-Einnahmen finanzieren Schutz. Bei der Wiedereröffnung der Parks im Juni passten wir Protokolle an: PPE für Personal, Tests alle zwei Wochen für Ranger und Tierärzte, Isolation dazwischen. Trekking-Distanz auf 10 Meter erhöht, Gruppen auf sechs Personen reduziert – für effektive Distanzierung.

F: Wie wirkt sich COVID-19 allgemein auf Ruandas Wildtiere aus?

A: Während Lockdowns überwachten Ranger die Populationen weiterhin engmaschig. Viele isolierten sich von Familien, um Tiere zu schützen. Erhöhte Patrouillen verhinderten Wilderei. Inländische Besucher brauchen nun einen negativen Test 72 Stunden vor Parkbesuch; alle füllen digitale Formulare aus. Maskenpflicht und Präventionsmaßnahmen gelten für alle. Alle Aktivitäten, inklusive Primaten-Trekking, laufen wieder sicher – wir freuen uns auf Gäste!

F: Ruanda öffnete am 1. August Flughäfen für Tourismus. Welche Ziele erwarten Sie zuerst?

A: Reisende holen nach: Volcanoes National Park steht oben. Mit dem Privatsektor bieten wir All-Inclusive-Pakete – von Bergabenteuern bis entspannter Natur und lebendigen Städten. Buchbar unter Visit Rwanda bis 31. Dezember 2020.

F: Welche landesweiten Maßnahmen schützen Ruander und Touristen? Neue Regeln für Reisende?

A: Sicherheit hat Priorität: Alle Passagiere brauchen negativen Test (120 Stunden alt). Bei Ankunft folgt Test zwei, mit 24-Stunden-Quarantäne in Hotels. Details: www.visitrwanda.com/rwanda-reopens/ und www.visitrwanda.com/frequently-asked-questions/.

F: Ruanda erhielt das WTTC-Sicherheitssiegel. Was bedeutet das?

A: Ein Ehrenzeichen für WHO- und CDC-konforme Protokolle. Es bestätigt unsere Standards und stärkt Reisendenvertrauen nach der Wiedereröffnung am 1. August 2020.

F: Empfehlungen für Rückkehrer?

A: Gorilla-Trekking im Volcanoes Park, erweitert durch Singita Kwitonda Lodge und One&Only Gorilla's Nest. Neu: Gishwati-Mukura – Naturschutz-Erfolg mit Vogelparadies (232/163 Arten), nahe Nyungwe (13 Primaten). Akagera für Safari: Löwen, Nashörner, 490 Vögel, Bootstouren. Kigali: Genocide Memorial, Kunst, Cultural Village. Lake Kivu: Rubavu, Congo Nile Trail – Kajak, Bike, Wandern!

F: Zukunftsbotschaft? Lehren aus Corona?

A: Wir passen uns an für sichere Reisen. Corona zeigt Zusammenarbeit und Reisens Kraft für Naturschutz, Communities und Erlebnisse. Entdecken Sie das Land der tausend Hügel!