Während Länder weltweit Lockdowns lockern, bereiten sich Tourismusverbände, Hotels, Restaurants und Attraktionen intensiv auf die Sommersaison vor. Allerdings wird alles anders als gewohnt. Viele Briten sehnen sich nach einem entspannenden Urlaub, doch Innenminister Matt Hancock warnte, dass "große internationale Feiertage diesen Sommer unwahrscheinlich" seien. Die Lage bleibt unvorhersehbar, doch der Trend deutet auf Reisen nahe der Heimat hin – mit geringeren Risiken und Kosten. Großbritannien erwartet daher einen klassisch britischen Sommerurlaub.
Die Nerven beruhigen
Die Covid-19-Pandemie wirkt weiter nach: Eine Observer-Umfrage aus Anfang Mai zeigt, dass nur jeder Fünfte die Wiedereröffnung von Schulen, Pubs und Restaurants befürwortet. Obwohl Schulen ab 1. Juni öffnen sollen, widersetzen sich bis zu 1500 englische Grundschulen und viele Eltern den Plänen.
Angesichts wirtschaftlicher Belastungen und steigender Arbeitslosigkeit balanciert die Regierung zwischen Wirtschaftsankurbelung – besonders im Tourismus – und Bürgersicherheit. Entscheidend ist nicht nur wann, sondern wie die Branche Besucher wieder willkommen heißt.
Restaurants, Hotels und Attraktionen führen strenge Maßnahmen ein: Besucherlimits, Einwegssysteme, Desinfektionsstationen, Schutzmasken, Pflichtreservierungen und Zeitfenster. Als Experten raten wir: Vertrauen Sie auf branchenweite Standards und staatliche Vorgaben – Unternehmen wollen uns ebenso sicher zurückhaben.
VisitBritain plant ein "Qualitätszeichen" für sichere Einrichtungen. Ähnlich wie Portugals "Clean & Safe"-Siegel soll es Vertrauen schaffen. Patricia Yates, Direktorin von VisitBritain: "Ein gemeinsamer Standard bietet Sicherheit für Unternehmen und Besucher. Eine kostenlose Online-Prüfung stellt die Einhaltung von Regierungsrichtlinien sicher."
Häusliches Glück
Britische Reisepläne spiegeln die Unsicherheit wider. Während Italien, Spanien und Griechenland ab Juni/Juli öffnen, gilt in UK Staycation: Übernachtungen außerhalb des Wohnorts sind verboten, ab 8. Juni droht 14-tägige Quarantäne für Rückkehrer – internationale Trips sind erstmal tabu.
Die Massen besiegen
Briten werden lokale Ziele priorisieren und Hotspots meiden. Keine vollen Flughäfen, geringere Kosten bei Absagen und das vertraute Gefühl locken. Auto-Reisen boomen (vielleicht Zeit für E-Autos?), Ferienwohnungen gewinnen gegen Hotels. Große Ketten mit strengen Hygienestandards und Marketing könnten punkten.
Naturparks, Herrenhäuser mit Gärten oder Haven-Ferienparks (Wiederöffnung Juli mit Limits) werden gefragt. Denken Sie kreativ: Vermeiden Sie Überfüllung, wie im März in Brecon Beacons und Snowdonia.
Vertrauen erzeugt Vertrauen
Mit Lockerungen wächst das Vertrauen; Rabatte und Aktionen locken zurück. Patricia Yates: "Eine Kampagne soll zeigen: Reisen ist sozial verantwortlich." Chinas verlängerter Feiertag (1. Mai) vervierfachte Tourismuseinnahmen – ein gutes Omen.
Yates fordert einen Oktober-Feiertag. Saison könnte sich verschieben: Beliebte Buchungen für August, Ende September/Oktober. Luxury Family Hotels meldet +14% für Oktober-Halbjahre. Flexible Stornierungsregeln bei Airlines stärken das Vertrauen.
Eine EU-Reise
Trotz Quarantäne: Europa (Griechenland, Spanien, Italien) öffnet Grenzen. Bleiben Sie informiert via unserer Corona-Travel-Updates-Seite – Last-Minute-EU-Urlaub möglich.