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Puertas Cerradas in Buenos Aires: Authentisches Gourmet-Essen bei Einheimischen

Denken Sie, Argentinien dreht sich nur um saftiges Rumpsteak und wilde Gauchos? Entdecken Sie den spannendsten Food-Trend in Buenos Aires: Puertas Cerradas revolutionieren die Kulinarikszene der Stadt.

„Du triffst dich im Wohnzimmer wildfremder Leute, plauderst mit ihnen und genießt ein Festmahl, das der Gastgeber frisch in seiner Küche zubereitet“, schwärmt Seb, mein lokaler Freund aus Buenos Aires. Aufgeregt spaziert er mit mir unter den schattigen Platanen zu unserem ersten Puerta Cerrada-Erlebnis. „Geschlossene Türen“ heißen diese pop-up-ähnlichen Geheimrestaurants – mit einem Einheimischen wie Seb an der Seite finde ich mich trotz Bus- und Taxifahrten sicher zurecht.

Seb bezahlt den Taxifahrer bar mit einem dicken Bündel Pesos. Bei meinem schockierten Blick zwinkert er: „Kreditkarten? Fehlanzeige.“ Auf einer gepflasterten Straße angekommen, sind wir am Ziel. Nicht billig – Vier- bis Fünf-Gänge-Menüs kosten rund 390 argentinische Pesos (ca. 19 £, ohne Getränke) –, doch inmitten der galoppierenden Inflation ein echtes Schnäppchen. Alle Freunde schwärmen davon; Wochen im Voraus reservieren ist üblich.

„In Argentinien, sogar in Buenos Aires, waren unsere Gaumen lange konservativ – Rindfleisch und Pasta dominierten. Diese Vielfalt begeistert uns total“, erklärt Seb.

Casa Salt Shaker verkörpert das Motto „Essen. Wein. Gespräche. Neue Freunde.“. In einer Maisonette im hippen Barrio Norte empfängt Henry Tapia uns herzlich. Zusammen mit seinem Partner, dem US-Chefkoch Dan Perlman, serviert er acht Gästen ein Menü in der geräumigen Lounge. Henry mixt Begrüßungscocktails, Dan stellt vor: „Schicke Hausmannskost.“

Zunächst etwas steif, taut die Runde beim köstlichen Gazpacho auf, gefolgt von Fisch auf Maispüree mit Gemüse, Kräutern und saftigem Käsekuchen mit weißer Schokolade. Als einziger Ausländer übe ich mein Spanisch bei Diskussionen über Politik, Steak und Fußball – neue Freundschaften entstehen.

Von der Cerrada-Fieber gepackt, fahren wir eine Woche später nach Villa Crespo. Vor schmalen Häusern aus dem späten 18. Jahrhundert hält das Taxi. Kein Schild bei iLatina, doch Gastgeber Camillo erwartet uns am Gartentor. Durch den Gemüsegarten ins charmante Lokal mit Kochbar, wo sein Bruder Santiago zaubert.

Beim Aperitif Fernet-Branca genießen wir hausgemachtes Bananen- und Maisbrot. Dann Meeresfrüchtesalat, pato encevichado – Ente ceviche-style – mit Ziegenkäse-Avocado-Mousse. „Hier experimentieren wir mit spannenden Gerichten in gemütlicher Atmosphäre“, sagt Camillo.

Eine Woche später bei Paladar: Ivana Piñar führt uns in den intimen Oberstock mit Kamin und Kerzenlicht. „Manche bevorzugen separate Tische“, erklärt sie. Chef Pablo Abramovsky verfeinert argentinische Klassiker: Knusprige Süßkartoffel-Gnocchi mit Wildragout, Minz-Mandarinen-Sorbet – perfekt zu Mendoza-Weinen. Ein Taxi wartet um Mitternacht.

Zuletzt Cocina Sunae: Die philippinisch-thailändische Köchin Sunae serviert preiswerte Asien-Inspirationen im Familienhof. Chili- und Kräuteraromen aus dem Wok verzaubern. Seb quatscht mit ecuadorianischen Nachbarn: „Dachte, nur Steak und Pasta?“ – „Puertas Cerradas ändern das!“

Folgen Sie unserer Reiseexpertin auf ihren Abenteuern in Argentinien, z. B. als Gaucho für einen Tag im Grasland.

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