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Nordlichter in Island fotografieren: Eine Profi-Fotoreise mit Diana Jarvis

Eine Traumreise für jeden Fotografen: Nordlichter in Island zu knipsen, ist so spektakulär, wie es klingt. Als Rough Guides-Fotografin Diana Jarvis habe ich die Aurora Borealis durch Islands wilde Landschaft gejagt.

Suchen Sie nicht nach den Nordlichtern und rechnen Sie mit wenig Schlaf: Das Wetter diktiert Ihre Route – nirgends hat die Natur mehr zu sagen als bei einer Nordlichtjagd in Island.

In einem Land mit zuckerbestäubten Vulkangipfeln, strahlend blauen Gletschern, mächenden Schmelzwassern, Eisseen und einem endlosen Himmel bieten sich unzählige Kulissen für diese faszinierenden Nordlichtaufnahmen.

Die Aurorasaison läuft hauptsächlich von Oktober bis März. Zwar gibt es Aktivitäten ganzjährig, doch die langen Sommertage verhindern echte Dunkelheit für die farbenfrohen Himmelsbänder. Es muss pechschwarz sein – also spätabends – mit klarem Himmel und Sie am richtigen Ort.

An Islands Südostküste mit wenigen Siedlungen wird das Finden eines dunklen Spots zur Logistik-Herausforderung: Stundenlang in der Kälte campen, auf das unberechenbare Polarlicht warten.

Die Lösung? Das „reisende Hotel“ – ein robuster Offroad-Jeep mit Minibus, der überall lagern kann, wo die Natur es vorgibt. Und wenn Aurora mitspielt, wird Schlaf eh zur Nebensache.

Dieses gemütliche Mobile-Home betreibt Tatra Photography seit fünf Jahren mit Fototouren. Mein Team: Kapitän Matt, Isländerexperte Jón und Landschaftsfotograf Mark Bauer. Seine Leidenschaft und Expertise sorgen für Aufnahmen jenseits Ihrer Erwartungen – und eine lange Wunschliste neuer Ausrüstung.

Am ersten Tag nach sechs Stunden Ostfahrt erreichten wir den Jökulsárlón-Gletschersee, wo das Hotel schon aufgebaut war. Perfekt, denn Wolken und Regen machten den See unsichtbar.

Später im „Speisesaal“ unter prasselndem Regen auf dem Dach wurden Matt und Mark aufgeregt: Kp-Werte bei 6–7 deuteten auf Lichter um 2–3 Uhr morgens hin, wenn die Wolken sich lichten. Eine lange Nacht brach an.

Meine ersten Eisberg-Shots waren grau und düster – ideale Übung für die Aurora. Anders als erwartet: Wie bei Light-Trails fängt die Langzeitbelichtung Farben und Formen ein, die das Auge kaum wahrnimmt.

Augen sahen nur Dunkelheit, Wolkenrisse und schwaches Weiß – wie beleuchtete Wolken. Doch nach 15 Sekunden Belichtung (ISO 3200, f/2.8, Unendlich) zeigte die Kamera ein Spektakel.

Der Rest der Tour: Tagsüber atemberaubende Locations – blaue Gletscher zu tosende Wellen, schwarze Strände zu Vulkangipfeln.

Nachts in Merino- und Daunenjacken wartend auf die Aurora.

Nacht zwei war ruhig, Nacht drei pure Himmelsdisco. Gerade wollte ich aufgeben, da begann das Tanzen.

Zuerst rannte ich den Hügel hoch, genoss es mit bloßen Augen – die bunten Stränge fürs Gedächtnis speichernd.

Nach drei Nächten am See ging’s in eine mondäne Ebene zwischen Eystrahorn und Vestrahorn, umgeben von Gipfeln. Fernhin Rentiere.

Trotz niedriger Kp-Werte und frühem Flieger-Abfahrt zogen wir los. Eine letzte Nacht mit Aurora war unwiderstehlich...

Polarlichter zeigen sich in hohen Breiten: Island, Norwegen, Finnland, Kanada, Alaska.

Mehr Nordlicht-Spots? Unser Guide zu Alaskas besten Orten.

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