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Craft-Bier-Revolution im Heiligen Land: Verkostungen in Israel und Palästina

Ein Hauch von Revolution prägt die aufstrebende Craft-Bier-Szene im Herzen des Nahen Ostens. Als passionierter Bierkenner aus Yorkshire, Nick Appleyard, erkundete ich die besten Bieren auf beiden Seiten der israelischen Sicherheitsbarriere. Interessiert an Israel? Entdecken Sie wie man Tel Aviv günstig besucht.

Das Heilige Land war lange nicht für spannende Biere bekannt – palästinensisches Porter und israelisches IPA klangen eher nach Konflikt als nach Genuss. Verständlich: Jahrzehntelang dominierten importierte Massenprodukte in Jerusalem und Tel Aviv. Viele Expats brauten sogar selbst in der Badewanne. Doch das ändert sich grundlegend.

Bei meiner Ankunft am Flughafen Ben Gurion war Schabbat – der Tag der Ruhe, an dem öffentliche Verkehrsmittel ruhen. Nach Sonnenuntergang wirkte der Bahnhof apokalyptisch. Glücklicherweise fand ich ein Sherut, ein Sammeltaxi, das mich in 40 Minuten zum Jaffa-Tor in Jerusalems Altstadt brachte. Israel ist winzig – wir durchquerten es in unter einer Stunde.

Nur einen Steinwurf vom Felsendom, der Klagemauer und der Grabeskirche entfernt, galt mein Fokus lokalen Bieren.

In säkularen Bars Jerusalems, die den Schabbat ignorieren, startete ich auf der lebhaften Ben Sira Street im Tel Aviv Kitchen & Bar. Mein Einstieg: Shapiro Pale Ale aus Beit Shemesh – hell-orange, mit Noten von Kiefer und Früchten. Es übertraf bei Weitem das fade Goldstar-Lager. Ein Highlight!

Am nächsten Tag besuchte ich Oscar Schindlers Grab, den Tempelberg und mehr, bevor ich den Davidsturm erklomm. Nach acht Stunden in der Hitze versorgte ich mich im renommierten Chakra-Restaurant – empfohlen von Star-Koch Yotam Ottolenghi.

Die dekonstruierten nahöstlichen Klassiker waren exquisit, der Service tadellos. Doch Herzls IPA von der hauseigenen Mikrobrauerei stahl die Show: 7 % ABV, hopfig-zitrusig, regional frisch.

Auf dem Rückweg passierte ich das King David Hotel, einst britisches Hauptquartier, später gesprengt und restauriert – heute Treffpunkt von VIPs. Jerusalems Straßen atmen Geschichte und Konflikt; überall Geschichten.

Mit dem Bus durch einen Checkpoint ins Westjordanland: Erwartungen von Militär und Protesten – doch keine unmittelbare Gefahr, trotz Schlagzeilen.

Ramallah boomt mit Kränen und Märkten – Brot, Kräuter, Hupkonzerte. Jemand tippte mir die palästinensische Brauerei Taybeh im gleichnamigen Dorf an. Per Sherut (unter 3 £) vom provisorischen Busbahnhof dorthin.

Gegründet 1994 von einer christlichen Familie nach Oslo – optimistische Zeiten. Nadim Khoury: Mit Arafats Segen, heute sogar Tony Blair zu Gast. Herausforderungen: Kontrollen, Importe, Wasserknappheit.

Erste Nahost-Mikrobrauerei, über 1 Mio. Pints/Jahr, Oktober-Festival. Fünf deutsch-traditionelle Biere; der Porter mein Favorit. Idyllisch inmitten von Olivenhainen und Bergen – lohnenswert trotz Checkpoints.

In Herzls Brauerei bei Jerusalem traf ich Gründer Maor Helfman und Itai Gutman. 2012 gestartet, trotz Biersteuer-Verdopplung. Ex-BrewDog-Praktikanten mit kreativen Rezepten (Löwenzahn, Grütze, Honig). 7.000 Flaschen/Monat, Exportpläne.

Zuletzt der Biermarkt in Jaffas Hafen: Boutique-Bar mit lokalen Bieren – perfekter Abschluss.

Offenbarung: Von jungen Israelis in Jerusalem bis christlichen Palästinensern in Taybeh – Craft-Bier erobert den Nahen Osten. Porter und IPA schmecken hervorragend!

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