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Iran reisen: Jetzt ist die ideale Zeit – Persiens verborgene Schätze entdecken

Unsere Redakteure und Autoren haben den Iran zu einem der Top-Reiseziele des Jahres 2015 gekürt. Anthony Jackson erklärt, warum jetzt der perfekte Moment für eine Reise in den Iran ist.

Es hat sich herumgesprochen: Als abgelegenes Reiseziel ist der Iran ein echtes Juwel. Seit 1979 ziehen unerschrockene Reisende in die Islamische Republik – und das zurecht.

Mit atemberaubenden Landschaften, einer reichen Vielfalt alter Kulturen und Religionen lädt der Iran ein, ist preiswert (nur Bargeld möglich) und bietet viel für Ihr Geld. Vom Persischen Golf bis zum Kaspischen Meer, von der Türkei bis Pakistan: Spektakuläre Wüsten trostloser als der US-amerikanische Südwesten, schneebedeckte Gipfel, fruchtbare Täler und üppige Wälder.

Zu den Highlights gehören antike persische Monumente, prächtige Qajar-Villen, Karawansereien entlang der Seidenstraße, weltberühmte Museen und Galerien in der pulsierenden Hauptstadt Teheran sowie die grandiosen Safawiden-Gärten in Isfahan mit ihren beeindruckenden Moscheen, geschmückt mit türkisfarbenen Kacheln.

„Persiens Erbesinn ist tief verwurzelt und reicht an die größten Zivilisationen heran“

Ähnlich wie die 3000 Jahre alten Qanats – ein raffiniertes Bewässerungssystem aus Tunneln – ist Persiens Kulturerbe tief verwurzelt und mit den größten Zivilisationen vergleichbar. Ein Spaziergang durch die Ruinen des majestätischen Persepolis, einer der größten Hauptstädte der Geschichte, überwältigt mit dem Glanz des einst mächtigen Perserreichs. In Shiraz, der Stadt der Dichter und Wiege persischer Kultur, ehren Besucher das kunstvoll verzierte Grab des Dichters Hafez, dessen Verse oft höher geachtet werden als Koranverse. In Yazd, mit einem der besterhaltenen mittelalterlichen Basare des Nahen Ostens, brennt im zoroastrischen Feuertempel eine Flamme, die angeblich seit 1500 Jahren lodert.

Mischen Sie sich unter Pilger im heiligen Haram-Komplex von Mashhad und bewundern Sie das schillernde Kachelgrab des Imam Reza, des achten schiitischen Imams. Saugen Sie die Pracht des Imam-Platzes in Isfahan auf, mit seiner ikonischen Schah-Moschee und der blauen Kuppel – Sie werden den alten Spruch „Esfahan ist die halbe Welt“ verstehen und sich abends den Einheimischen anschließen für Spaziergänge an den magisch beleuchteten Brücken über den Zayandeh-Fluss.

„Rückkehrer sind besonders beeindruckt von der persischen Gastfreundschaft“

Trotz der Fülle an Attraktionen begeistern Rückkehrer – vor allem aus den USA – vor allem die herzliche persische Gastfreundschaft. Iraner gelten als die gastfreundlichsten Menschen der Welt, selbst von Kritikern gelobt. Bei Gesprächen mit neugierigen Einheimischen erwarten Ausländer endlosen Tee, spontane Geschenke, Einladungen ins Heim und sogar kostenlose Reiseleiter. Im Gegensatz zu überlaufenen Touristenorten fehlen hier aufdringliche Souvenirläden.

Bislang besuchten nur wenige Ausländer den Iran, doch mit auftauenden Westbeziehungen boomen Touristen, Hotels füllen sich, Visa werden erleichtert und Airlines erweitern Routen nach Europa, Naher Osten und weiter. Internationale Firmen richten bereits Büros ein, in Erwartung eines Sanktionsendes.

„Es gibt tatsächlich Grund zur Hoffnung“

Tatsächlich zeichnet sich ein Ende des politischen Stillstands ab, der Jahrzehnte der Armut verursachte. Die vergifteten Westbeziehungen verbessern sich merklich. Obwohl die Nuklearverhandlungsfrist im November 2014 verstrich und bis 1. März 2015 verlängert wurde (Ende Juli 2015), gab es 2014 beispiellose Fortschritte bei der 12-jährigen Pattsituation und dem 35-jährigen US-Stillstand.

Nach Jahrzehnten Funkstille nun tägliche Diplomatie für gemeinsame Ziele. Misstrauen muss abgebaut werden, doch beide Seiten sehen Verhandlungen als Weg.

Amversprechend: Über 60 % der 77 Millionen Iraner sind unter 30, sehnen sich nach Wandel, müde von Konservativen, Sanktionen, Isolation, Moralpolizei und Fakes wie „Kentaky Chicken“ oder „Mash Donald's“.

Veränderung kündigt sich an – ob Mullahs wollen oder nicht. Bald öffnen sich die Schleusen für Massentourismus. Reisen Sie jetzt!

Wichtig: Prüfen Sie die Reise- und Sicherheitshinweise Ihres Heimatlandes vor der Buchung. Mit israelischem Passstempel ist Einreise verboten. Manche Nationalitäten reisen nur organisiert.