Sansibar, der malerische Archipel vor der tansanischen Küste, ist der ideale Ort, um nach einem aufregenden Safari auf dem Festland zu entspannen. Doch dieser Koralleninselen-Komplex vor Unguja, oft einfach als Sansibar-Insel bezeichnet, bietet weit mehr als idyllische Strände und Cocktails bei Sonnenuntergang. Die duftenden Gassen von Stone Town, UNESCO-Weltkulturerbe seit 2000, faszinieren mit ihrer Geschichte. Erkunden Sie das Mnemba-Atoll beim Tauchen, die endemischen Tiere im Jozani-Chwaka-Bay-Nationalpark oder die schiffbrüchige Romantik der kleineren Inseln.
Sansibar ist ganzjährig bereisbar, doch die Trockenzeit von Juni bis Februar lockt die meisten Gäste. Mit dem neuen internationalen Flughafen, der nächstes Jahr eröffnet, ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um die Inseln zu entdecken – bevor die Massen kommen.
Warum ist jetzt die beste Zeit für einen Besuch?
Trotz Verzögerungen bei der Flughafen-Eröffnung 2018 boomt die Entwicklung: Neue Hotels wie das umweltfreundliche Hotel Verde Zanzibar und das nachhaltige Luxusresort Zuri Zanzibar setzen Maßstäbe. Stone Towns historische Bauten wurden restauriert – verfallene Paläste beherbergen nun Kulturzentren, einst baufällige Herrenhäuser gourmettaugliche Restaurants, trendige Cafés und Boutique-Hotels. Bessere Straßen verkürzen die Fahrt von Stone Town zu den Oststränden von vier auf eine Stunde.
Was sollten Sie auf keinen Fall verpassen?
Beginnen Sie in Stone Town am Old Slave Market, einem Museum am Ort des ehemaligen Sklavenmarkts, das Sansibars dunkle Vergangenheit als Sklavenhandelshafen beleuchtet. Das House of Wonders ist derzeit renovierungsbedingt geschlossen, doch das Gassenlabyrinth führt Sie zu Jaws Corner mit seinem ikonischen Wandgemälde – perfekt für People-Watching bei arabischem Kaffee.
Im Jozani-Chwaka-Bay-Nationalpark begegnen Sie Sansibars roten Stummelaffen per Tagesausflug. Schnorcheln und Tauchen am Mnemba-Atoll starten von Nord- oder Oststränden aus, etwa vom Öko-Luxusrefugium Matemwe Lodge. Viele Gewürzplantagen öffnen für Touren.
Die anderen Sansibar-Inseln im Überblick
Chumbe Island glänzt mit ökologischer Pionierarbeit und dem schönsten Riff Ostafrikas (90 % der Hartkorallenarten). Tages-Schnorcheltouren von Unguja oder Übernachtung in Öko-Bungalows mit Kokosnusskrabben – den größten Landkrabben weltweit. Changuu (Gefängnisinsel) eignet sich für Halbtagesausflüge: Historisches Gefängnis von 1893 und Riesenschildkröten. Pemba, die zweitgrößte Insel, bietet rustikales Flair jenseits der Top-Hotels.
Wo essen Sie am besten?
Sansibars Küche vereint Subsahara-Afrikas Vielfalt – kommen Sie hungrig! Abends wird Forodhani Gardens zur Streetfood-Meile mit gegrilltem Oktopus und "Zanzibar-Pizzas". In Stone Towns Gassen locken günstige Lokale; probieren Sie sie mit einem lokalen Guide auf einer kulinarischen Tour. Das Emerson on Hurumzi bietet persisch inspirierte Menüs mit Taarab-Musik auf dem Kissen-Dach. Für Top-Kaffee: Puzzle Coffee oder Zanzibar Coffee House.
Abendliches Programm in Sansibar
Aufgrund der muslimischen Mehrheit herrscht Besonnenheit, doch Stone Town hat Bars: 6 Degrees South für Sundowner mit Meerblick, Taperia für Tapas und Bier. Mehr Action an Nordstränden in Cholo's Disco oder bei Kendwa Rocks' Vollmondpartys.