Londons ungewöhnlichste Museen wecken die Fantasie mutiger Entdecker und bieten einzigartige Einblicke in bizarre Welten. Reisexperte Adam Bennett, mit langjähriger Erfahrung in Großbritannien, folgt Spuren von Mördern, Chirurgen und Pathologen, um die faszinierendsten Exponate vorzustellen.
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1. Grant Museum of Zoology
Das Grant Museum of Zoology in Bloomsbury beherbergt die größte Sammlung seltener und ausgestorbener Tiere im Vereinigten Königreich mit über 1.000 Arten. Highlights sind der flugunfähige Dodo, der tasmanische Tiger und das ausgestorbene Quagga, ein halbgestreifter Zebraverwandter.
Ein absolutes Highlight: Achtzehn in Formaldehyd konservierte Maulwürfe in einem Glasgefäß – sie haben sogar einen eigenen humorvollen Twitter-Account.
Weitere Kuriositäten umfassen Gehirne in Alkohol und die Negus-Sammlung halbierter Säugetierköpfe, darunter Schimpanse, Kaninchen und Faultier – eine der weltweit größten.
2. Barts Pathologiemuseum
Gegründet 1879 als Teil der renommierten Barts Medical School (St Bartholomew's Hospital, das älteste Krankenhaus Großbritanniens aus 1123), präsentiert das Museum über 5.000 pathologische menschliche Exemplare. Mutige können Workshops wie „Taxidermie für Anfänger“ besuchen. Besonders markant: Der Schädel von John Bellingham, dem Mörder eines britischen Premierministers.
Das Museum inspirierte auch Sir Arthur Conan Doyle während seiner Ausbildung – hier entstanden Teile von Sherlock Holmes-Geschichten.
3. Das Old Operating Theatre Museum
Auf dem Dachboden der alten St. Thomas' Church gelegen, ist dies der älteste erhaltene Operationssaal Großbritanniens. Wiederentdeckt 1956 nach jahrelangem Vergessen, versetzt es Besucher in die Zeit vor der Anästhesie: Schauerliche Schreie und rasante Amputationen in unter einer Minute waren Alltag.
Vitrinen zeigen Fixiergeräte, Amputationswerkzeuge und vom viktorianischen Smog geschwärzte Lungen – eine eindringliche Atmosphäre purer Medizingeschichte.
4. Clink Prison Museum
In Bankside, dem alten Rotlichtviertel, taucht das Clink Prison Museum (seit 1144) in über 600 Jahre Geschichte von Verbrechen und Strafe ein. Es beherbergte Ketzer, Trunkenbolde und Vagabunden.
Exponate wie Folterinstrumente und Fesseln illustrieren die Grausamkeiten – lernen Sie berühmte Insassen kennen, die oft im Tower of London endeten.
5. Royal London Hospital Museum
In der Krypta der St. Philip’s Church in Whitechapel gelegen, widmet sich das Museum medizinischer Kuriositäten. Es war Zuhause von Joseph Merrick, dem „Elefantenmenschen“: Filme, Kleidung und Dokumente zeigen seine Tragödie.
Ausstellungen ehren Krankenschwestern wie Edith Cavell und Eva Luckes. Der Kurator half 1888 bei Jack-the-Ripper-Ermittlungen – originale Forensik ist ausgestellt. Ergänzt durch Instrumente, Uniformen und Archive des East End.
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