Juli muss nicht mit überfüllten europäischen Stränden, ausweichenden Scharen von Schulkindern und spitzen Preisen einhergehen. Auf der Südhalbkugel locken günstige Flüge und erstklassiges Skifahren, während anderswo Festivals, wilde Feiern und spektakuläre Naturphänomene dem typischen Strandtrubel entgegensetzen – ideale Alternativen für anspruchsvolle Reisende.
Bären beim Lachslauf beobachten: Katmai-Nationalpark, Alaska
Der Sommer ist die perfekte Zeit, um Alaskas ehrfurcht einflößende Wildnis mit tiefen Fjorden, ragenden Gletschern und ausgedehnten Wäldern zu erkunden. Hier gedeiht reichhaltiges Wildtiere, und mit über 98 Prozent der US-Braunbärenpopulation ist Alaska ein Muss für Naturliebhaber. Im Juli zieht der Sockeye-Lachslauf Braunbären und Fotografen in den Katmai-Nationalpark, Heimat von über 2000 Bären. Experten-Tipp: Brooks Falls, wo sich von Plattformen aus zusehen lässt, wie Bären springende Lachse fangen.
Weitere Inspirationen für Ihre Reise in den Katmai-Nationalpark finden Sie in unserem Reiseführer zu den schönsten Orten in Alaska.
Skifahren im 'Sommer': Neuseeland
Während in der nördlichen Hemisphäre der Schnee schmilzt, boomt in Neuseeland die Skisaison von Juni bis Oktober – ideal in der Nebensaison mit unschlagbar günstigen Flügen im Juli. Die Nordinsel bietet Pisten am vulkanischen Mount Ruapehu, doch die Südinsel mit ihren majestätischen Süd-Alpen ist das Highlight. Top-Spot: Mount Hutt, zwei Stunden von Christchurch entfernt. Von Queenstown aus erreichen Sie Coronet Peaks für entspannte Abfahrten, lebendige Après-Ski oder Heliskiing.
Unabhängigkeitstag feiern: USA
Am 4. Juli verwandelt sich jedes US-Dorf und jede Metropole in eine Partyzone zum Gedenken an die Unabhängigkeitserklärung von 1776. Von Paraden und Feuerwerken bis zu Kuriositäten wie New Yorks Hotdog-Wettessen: Highlights sind Philadelphias Mega-Konzert oder Washington D.C.s Spektakel am Lincoln Memorial. Bristol, Rhode Island, präsentiert die älteste Parade – ob Großstadt oder Provinz, purer Spaß garantiert.
Große Migration: Flussüberquerungen in Tansania und Kenia
Jeden Mai starten 1,5 Millionen Gnus plus Zebras, Antilopen und Topi die größte Tierwanderung der Welt: 800 km von Tansanias Serengeti-Süden zur kenianischen Masai Mara, über reißende Flüsse und Raubtiergebiete. Im Juli kulminieren die dramatischen Mara-River-Überquerungen – Gnus wagen den Sprung trotz lauernder Krokodile.
Karneval in Santiago de Cuba: Kuba
Jeden Juli explodiert Santiago de Cuba in Kubas karibischstem Fest vom 18. bis 27. Juli. Rum-Partys, afro-karibische Rhythmen, Festwagen mit Karnevalsköniginnen, Percussion-Bands, Live-Salsa und Diablitos erobern die Straßen. Höhepunkte: Conga-Paraden, bei denen Nachbarschaften ausflippen.
Nowhere Festival: Spanien
Europas Burning-Man-Äquivalent in der Wildnis bei Saragossa und Lleida fördert Selbstversorgung und Kreativität. Im Juli entsteht eine temporäre Community mit Themen-Camps, Kunst, Musik, Workshops und Kostümen – danach kehrt Leere ein.
Bastille-Tag: Frankreich
Am 14. Juli gedenkt Frankreich der Revolution von 1789 mit Paraden, Bällen und Feuerwerken. Paris-Highlights: Champs-Élysées-Parade, freie Museen, Champ-de-Mars-Feuerwerk. Im ganzen Land, von Lyon bis Lille, toben Feste.
Inka-Trail-Wanderung: Peru
Südamerikas Ikone, der Inka Trail, ist im Juli trocken und grün – Hochsaison, früh buchen! Alternativen: Salcantay-Treks oder Choquequirao, das 'andere Machu Picchu'.
Dieser Artikel wurde im April 2016 aktualisiert.