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Via Alpina in der Schweiz: Atemberaubendes Wandern durch die Berner Alpen – Erlebnisbericht von Tamara Hinson

Tamara Hinson trifft Murmeltiere und tritt in die Fußstapfen von Sherlock Holmes entlang der Via Alpina in der Schweiz.

Berge sind mein Glücksort – ich wähle jeden Tag schneebedeckte Gipfel statt Strände. Deshalb ergriff ich die Chance, einen Abschnitt der Via Alpina zu meistern: eine 390 Kilometer lange Wanderroute mit 20 Etappen, die über sechs Schweizer Kantone und 14 Alpenpässe führt. Meine Etappe windet sich durch die Berner Alpen, startet in Engstlenalp und endet in Meiringen – einer charmanten Stadt, berühmt für ihre Sherlock-Holmes-Verbindungen und als Hotspot für Schweizer Outdoor-Abenteuer.

Die Nacht davor verbringe ich im traditionsreichen Hotel Engstlenalp aus dem Jahr 1892, umgeben von steilen Talwänden. Die Wände schmücken Fotos aus dem alpinen Leben des frühen 20. Jahrhunderts. Die rustikalen Zimmer faszinieren mit blumengeschmückten Keramikschüsseln statt Waschbecken und pastellblauen Fensterläden. Im Empfangsbereich stempeln Gäste ihren Via-Alpina-Pass ab – umgeben von Spazierstöcken und alten Wanderschuhen.

Den Schwingsport entdecken

Einige Gäste sind Schwinger – traditionelle Schweizer Ringer, die an einer nahen Meisterschaft teilnehmen. Frühmorgens sehe ich mir ein Training an: Schwingen, tief verwurzelt in den Alpenregionen. Im Gegensatz zu modernem Wrestling tragen sie Lederhosen (Schwingerhosen) mit Griffgurten. Der Sieger wirft den Gegner so, dass beide Schultern den Boden berühren.

Auf der Wiese als Arena finden Kämpfe in Sandkreisen statt. In Pausen trinken die Athleten aus Holztrögen für Rinder. Kinder verteilen Bier an Zuschauer. Die Atmosphäre ist herzlich: Keine brutalen Griffe, der Preis eine Kuh. Nach jeder Runde klopfen sich die Kämpfer freundschaftlich den Sand von den Schultern.

Die Via Alpina in Angriff nehmen

Zeit für meinen Start: Ein steiler Anstieg entlang eines schmalen Grats zur Tannalp. Nervenkitzel pur – unser Guide warnt vor einem kürzlichen Mountainbike-Unfall. Weiter durch blumenreiche Almwiesen mit Enzian.

Nach dem Tannensee folgt der Aufstieg zum Balmeregghorn. Zum Picknick schneiden wir mit Schweizer Taschenmessern Käse und Jerky. Kühe mit Glöckchen beobachten uns, Murmeltiere lugen hervor. Blick auf Triftgletscher und Jungfrauregion – ein unvergesslicher Ort.

Der Abstieg zum Melchsee

Auf 2.200 Metern trotz August-Schneereste. Geröllige Downhills fordern Konzentration – Mountainbiker überholen mich locker. Bald glitzert der Melchsee, doch steiles Gelände trennt mich vom Hotel Frutt Lodge & Spa. Eine Gondel bringt mich nach Meiringen, Geburtsort der Meringue aus dem 17. Jahrhundert.

Auf den Spuren von Sherlock Holmes

Mit der Standseilbahn zu den Reichenbachfällen: Sir Arthur Conan Doyle ließ Holmes und Moriarty hier abstürzen. Im Zentrum: Conan Doyle Place mit Holmes-Statue und Museum. Tafeln ehren Melchior Anderegg, den ersten diplomierten Bergführer der Schweiz 1856. Plötzlich fühlt sich meine Wanderung beschaulich an.

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