Das beeindruckende Shirakami-Sanchi erstreckt sich über die nördlichsten Ausläufer der japanischen Hauptinsel Honshu und wurde als erstes UNESCO-Welterbe Japans ausgezeichnet. Seine steilen Gipfel und die unberührte uralte Waldwildnis strahlen eine zeitlose Faszination aus – kein Wunder, dass es die Eröffnungsszene des Anime-Films „Prinzessin Mononoke“ inspirierte.
Die 130.000 Hektar umfassenden Berge entstanden durch die Hebung des Meeresbodens des Japanischen Meeres. Die für den Wald emblematiche Buche wächst hier seit rund 8.000 Jahren. Ob Sie die einzigartige Flora und Fauna bestaunen, die Traditionen der Matagi-Jäger und -Sammler erkunden oder actionreiche Outdoor-Aktivitäten genießen – Shirakami-Sanchi ist ein Highlight für Naturliebhaber, die tief in die Wildnis eintauchen möchten.
Erfahren Sie alles Wissenswerte im Shirakami-Sanchi-Besucherzentrum
Nehmen Sie sich Zeit für den Filmsaal im stilvollen Besucherzentrum, statt nur vorbeizueilen. Der informative Film vermittelt, warum dieser uralte Wald einzigartig ist, und bereitet Sie optimal auf Ihre Erkundungen vor.
Ein Film zeigt die prächtigen Buchen in allen Jahreszeiten, mit einer lebensgroßen Baumnachbildung als Highlight (es handelt sich um den größten Buchenwald der Welt). Ein echtes Wurzelwerk an der Decke offenbart die faszinierende Anatomie der Bäume.
Weiterhin erfahren Sie, wie die Berge entstanden und warum Buchen hier dominieren. Interessant: Der Wald blieb unberührt, da Buchenholz für den Bau ungeeignet ist – es verzieht sich leicht. Das Kanji für Buche kombiniert „Baum“ und „nichts“, symbolisierend seine geringe Nutzbarkeit. Früher diente es als Brennstoff, bis fossile Brennstoffe es ersetzten. Ein weiteres Highlight widmet sich der Matagi-Kultur (dazu mehr später).
Vor dem Aufbruch lohnt ein Stopp am Food Court und den Shops in der Raststätte „Tsugaru Shirakami“ Beech Nishimeya gegenüber. Beliebt bei Einheimischen zum Mittagessen, bietet der Komplex eine Weinkellerei, Honigtheke mit köstlichem Eis und das stilvolle Shirakami Coffee Studio. Ideal für Souvenirs wie lokalen Wein oder traditionell bestickte Taschen und Schuhe.
Wandern Sie zu den beeindruckenden Anmon-Fällen
Leicht von Hirosaki erreichbar, führt die Wanderung zu den dreistufigen Anmon-Fällen durch die vielfältige Pracht des Shirakami-Sanchi-Waldes. Vom Bahnhof Hirosaki Bus nach Tsugaru-Toge, Ausstieg Aqua Green Village Anmon (90 Minuten). Zu Fuß ca. 1 Stunde zum ersten Wasserfall.
Die 3-stündige Rundtour quert mehrmals den Fluss über malerische Brücken, umgeben von Buchen, Kiefern und Ahornbäumen. Beobachten Sie Wildtiere wie japanische Marder, Makaken, Bergziegen und Schwarzbären.
Ideal im Herbst, wenn das Laub in Rot- und Gelbtönen glüht – besonders bei Sonnenlicht durch die Kronen. Ein Paradies für Vogelbeobachter mit Bergfalkenadlern und Goldadlern.
Entdecken Sie die Matagi-Kultur
Seit der Jomon-Zeit (ca. 13.000–3.000 v. Chr.) prägt eine Jagd- und Sammeltradition Shirakami-Sanchi. Nishimeya in Aomori barg die größte Ausgrabungsstätte dieser Epoche. Heute bewirtschaften die Matagi den Wald nach natürlichen Kreisläufen.
Frühling: Wildpflanzen sammeln, Bären jagen (kurz, als göttlichen Segen). Sommer: Fischen, Pflanzen ernten. Herbst: Pilze, Nüsse; Winter: Kleintiere wie Hasen, Kupferfasane und seltene Japanische Serows.
Eine Matagi-Tour ist unschlagbar: Übernachtung in einer Hütte, Sammeln von Wildgemüse und Pilzen, Lagerfeuerkochen, Wandern und Einblicke in diese uralte Lebensweise.
Wildwasser-Rafting in der Meya-Schlucht
Für Adrenalin-Kicks: Zwischen Frühsommer und Früherbst Rafting, Kajak oder Kanu auf dem Iwaki-Fluss in Nishimeyamamura. Touren für alle Levels, mit Profi-Guides für Sicherheit und Spaß.
Kurze Stromschnellen lassen Zeit für die Landschaft: Mändriger Fluss, Klippen mit Nestern. Höhepunkt: 5-Meter-Sprung ins Wasser am Ende.
Mit der Resort Shirakami Railway durch die Landschaft
Die „Fröhliche Zug“-Linie zwischen Aomori und Akita bietet Panorama-Ausblicke auf die Shirakami-Küste. Hybrid-Züge mit nachhaltiger Holzverkleidung harmonieren mit der Natur.
Entlang Reisfelder und der Tohoku-Küste – wählen Sie vordere/hintere Plätze. Bordbar mit regionalen Spezialitäten, Galerie mit Handwerk. Mögliche Events oder Stopp am unheimlichen Senjojiki-Bahnhof (Erdbeben 1792).
Der Zwölf-Seen-Wald: Natur pur
Nach dem Zug: Am Bahnhof Juniko Bus zum Juniko-See in Fukaura. Der durch Edo-Zeit-Erdbeben entstandene Wald beherbergt 33 Seen mit konstantem, reinem Wasser aus unterirdischen Quellen. Wandern, Bootstouren.
Buchen Sie geführte Touren: Lauschen Sie Waldgeräuschen, spüren Sie die Natur. Highlights: Aoike Pond (Grün zu Kobaltblau wechselnd), Boiling Pot Pond. Touren 1–4 Stunden – länger empfohlen.
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Grundlegende Informationen
Besucherzentrum Shirakami-Sanchi:
Adresse: 61-1 Kanda, Tashiro, Dorf Nishimeya (Tel. 0172-85-2810)
Öffnungszeiten: 8:30–17:00 Uhr (1. April–31. Oktober), 9:00–16:30 Uhr (1. November–31. März)
Geschlossen: 2. Montag/4. Montag im August/Jeden Montag und Donnerstag Jan.–März (oder Folgetag bei Feiertag)/29. Dez.–3. Jan.
Mehr Infos: https://www.shirakami-visitor.jp/
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