DeuAq.com >> Leben >  >> Reisen

Das raue Herz Gran Canarias zu Fuß entdecken: Top-Wanderwege im UNESCO-Biosphärenreservat

Gran Canaria lockt nicht nur mit Sonne und Stränden, sondern begeistert vor allem durch seine beeindruckenden Wanderwege. Als erfahrene Reisende und Inselkenner empfehle ich, den gut markierten Pfaden im UNESCO-Biosphärenreservat zu folgen und die heiligen vorspanischen Felsen von Bentayga und Roque Nublo zu erkunden.

Nach einem aktiven Tag auf den Trails wartet die Belohnung: exquisite lokale Küche und atemberaubende Panoramen. Für einen perfekten Einstieg in Gran Canaria lohnt sich unser Reiseführer für Anfänger auf den Kanaren.

La Cumbre – "der Gipfel"

Das bergige Inselinnere entstand über Millionen Jahre durch Vulkanausbrüche und Erosion. Eine gewaltige Explosion formte die Caldera de Tejeda, einen 18 km breiten Krater, als der Vulkan kollabierte. Die ikonischen Pfeiler Roque Nublo und Roque Bentayga, die den Krater krönen, resultieren aus fünf Millionen Jahren Abtragung.

Diese dünn besiedelte Region bewahrt wie kein anderer Teil der Insel ihre Traditionen. Tauchen Sie ein in die Gastronomie: Probieren Sie das köstliche Salzfisch-Süßkartoffel-Gericht sancocho, dazu die klassischen papas arrugadas (salzige, gerunzelte Kartoffeln). Zum Abschluss die Honig-Mandel-Sauce bienmesabe – "es schmeckt mir gut" – verfeinert mit einem Schluck aromatischem Honigrum.

La Cruz de Tejeda

An der Kreuzung Cruz de Tejeda vereinen sich die Hauptstraßen des Inlandes. Hier stoßen die Passatwinde auf die Inselspitze, was spürbare Klimaveränderungen bringt: Von sonnigem Tejeda zu kühlerem, nebligem Wetter um Vega de San Mateo. Auf 1.580 m Höhe ist dies das ideale Startpunkt für zwei Highlight-Wanderungen.

Wanderung 1: Nach Artenara (8 km)

Diese Route führt durch Kiefernwälder bergauf, gefolgt von einem sanften Abstieg. Der Blick in die Caldera de Tejeda mit dominantem Roque Nublo und Bentayga ist unvergesslich. Vorbei an den Cuevas de Caballero mit uralten Felsgravuren der Ureinwohner erreichen Sie Artenara, auf 1.270 m das höchstgelegene Dorf Gran Canarias.

Viele Häuser sind in den Fels gehauen, die 18. Jh.-Kapelle Virgen de la Cuevita nutzt eine natürliche Höhle. Ein ehemaliges Höhlenhaus dient als Museum, authentisch eingerichtet wie im 19. Jahrhundert – inklusive improvisierter Sanitäranlagen, was dem Spruch "Váyanse pa'las tuneras" ("Geh zum Kaktus pinkeln") entsprang.

Wanderung 2: Nach Teror (12 km)

Gegensätzlich zur ersten Route: Kurzer Anstieg durch Wald und Felder nach Teror. Die Stadt wurde 1481 durch eine Marienerscheinung in einer Kiefer zum Wallfahrtsort. Die prächtige 18. Jh.-Basílica de Nuestra Señora del Pino thront auf der Plaza del Pino.

Typische kanarische Kolonialhäuser mit bunten Balkonen prägen das Bild. Sonntags lockt der Markt mit Käseproben, würzigen Oliven und frischem Brot. Ergänzen Sie mit lokalen Rot- und Weißweinen – echte Überraschungen!

Roque Nublo

Mitten auf der Insel ragt der 80 m hohe Roque Nublo (1.813 m) auf, einer der größten freistehenden Felsen weltweit. Der einfache Weg startet am Parkplatz La Goleta oberhalb von Ayacata. Aussicht auf Pico de las Nieves (1.949 m), Roque Bentayga (1.404 m) und Meer. Heilige Stätte der Guanchen.

Roque Bentayga

Als natürliche Festung diente Bentayga Guanchen: Getreidespeicher, Grabhöhlen mit Inschriften. Ein steiler Pfad führt zum Almogarén, einem Zeremonienraum mit Lichtspielen der Sonne. Zur Sonnenwende beleuchtet ein Strahl einen uralten astronomischen Kreis.

Pico de Las Nieves

Gran-Canaria-Gipfel - Roque Nublo © Visit Gran Canaria

Der "Schneegipfel" speicherte im 17. Jh. Schnee in Gruben für Las Palmas – per Pferd in fünf Stunden transportiert, auch für Epidemien genutzt. Mit 1.949 m höchster Punkt der Insel, gekrönt von Radar und Masten. Vom Mirador Blick bis Maspalomas; bei Nebel schweben Inselgipfel über Wolken.

La Fortaleza

Bei Santa Lucía: Burgähnliche Felsen, Guanche-Siedlung mit Höhlenlabyrinth für Wohnen, Lager und Gräber. Schauplatz letzten Widerstands 1483 gegen Eroberer Pedro de Vera. Führer Bentejuí und Tazarte sollen sich gestürzt haben. Interpretationszentrum erzählt die Geschichte. DNA weist auf Berber hin; Theorien zu römischer Deportation. Heutige Kanarier tragen Guanchen-Gene.

Tamadaba-Naturpark

Westlich: Ältester Park (7.500 ha), UNESCO-Teil. Geformt vor 14 Mio. Jahren, mit Schluchten und Klippen. Herzstück: Kanarischer Kiefernwald mit endemischer Flora. Vogelparadies (Specht, Fink, Falke). Pico de la Bandera (1.444 m) mit wechselhaftem Wetter.

Wanderung 3: Nach Puerto de Las Nieves (11 km)

Vom Tamadaba-Camping: Ebener Waldweg, dann steiler Abstieg auf uraltem Pfad. Speicherküstenhöhlen, Ausblicke auf Agaete. Mikroklima im Tal mit Obst, Kaffee, Wein. Halt in Bodega Los Berrazales. Ende in Puerto de las Nieves: Salzwasserpools und caldo de pescado.

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Visit Gran Canaria.

Reisehinweise für Spanien

  • Kultur und Etikette in Spanien
  • Essen und Trinken in Spanien
  • Fortbewegung in Spanien: Verkehrstipps
  • Anreise nach Spanien
  • Sport- und Outdoor-Aktivitäten in Spanien
  • Reisetipps Spanien für die Planung und unterwegs
  • Beste Reisezeit für Spanien