Der Vielfraß, Kanada
Vergessen Sie Hollywoods Wolverine: Der Vielfraß, das größte Mitglied der Wiesel-Familie, wirkt wie ein kleiner Bär. Seine immense Stärke übertrifft seine Größe bei Weitem. Häufig in Nordkanada, Alaska und Skandinavien anzutreffen, wurde er durch die Nachfrage nach seinem wertvollen Fell stark gejagt.
Der afrikanische Wildhund, Kenia
Einst weit verbreitet in der Masai Mara, gilt der afrikanische Wildhund als eines der am meisten bedrohten Säugetiere – weltweit leben schätzungsweise weniger als 5.500 Exemplare. Dank gezielter Naturschutzmaßnahmen gibt es heute über 300 auf dem Laikipia-Plateau. Ihre Tarnung in der Savanne macht Sichtungen jedoch rar.
Weiße Löwen, Südafrika
Weiße Löwen unterscheiden sich nur durch ein rezessives Gen in der Färbung vom afrikanischen Löwen. Heimisch in der Timbavati-Region im Nordosten Südafrikas, wurden sie 2009 nach jahrelanger Abwesenheit wieder ausgewildert. Dennoch sind sie seltener in der Wildnis zu sehen als in Zoos.
Der Tapir, Indonesien
Verwandt mit Pferden und Nashörnern, erinnert der Tapir mit seiner stämmigen Form an ein Schwein – ergänzt durch einen kurzen Rüssel. Diese scheuen Pflanzenfresser bevölkern bewaldete Gebiete in Mittel- und Südamerika sowie Asien. Der malaiische Tapir sticht mit seiner weißen Hinterpartie hervor und zeigt im Wasser beeindruckende Agilität.
Schneeleoparden, Usbekistan
Diese eleganten, hellen Katzen sind an extreme Hochgebirge angepasst. Dickes Fell und kompakter Körperbau schützen vor Kälte, ihre Färbung tarnt perfekt. Von Südsibirien über Usbekistan, Ostafghanistan, Nordpakistan bis in den Himalaya: Die Unzugänglichkeit ihrer Heimat macht Begegnungen legendär selten.
Der Sibirische Tiger, Russland
Als größte Katze der Welt lebt der Sibirische Tiger solitär in den Sikhote-Alin-Bergen, 900 km nordöstlich von Wladiwostok. Nur etwa 500 Exemplare überleben wild. Sein Tarnmuster und die raue Umwelt erschweren Sichtungen – ergänzt durch die Bedrohung durch Wilderei für Tigerprodukte.
Der Ozelot, Brasilien
Das leopardenartige Fell des ozelotgroßen Ozelots tarnt ideal im Regenwald. Verbreitet von Südamerika bis Texas, jagt er aus den Bäumen Affen und Vögel mit scharfen Reißzähnen.
Oncilla, Costa Rica
Die Oncilla, eng verwandt mit dem Ozelot, ist noch kleiner und auch als Tigerkatze bekannt. In Costa Rica und Südamerika heimisch, klettern diese nachtaktiven Wildkatzen meisterhaft in tropischen Wäldern. Sie ernähren sich von Kleinsäugern, Vögeln und Eidechsen.
Der Ziegenmelker, Großbritannien
Nur spätfrühling bis sommerlich in Großbritannien, umwoben von Mythen wie dem Melken von Ziegen. Die gesprenkelte Tarnung macht sie tagsüber unsichtbar. Das charakteristische Männchensingen in der Dämmerung verrät sie an warmen Abenden.
Berggorillas, Ruanda
Trotz ihrer Größe sind Berggorillas scheu und friedlich. In Ruanda, Uganda und DR Kongo erfordern anspruchsvolle Wanderungen durch Dickicht eine Sichtung. Bodenbewohner, doch ständig in Bewegung.
Der Kermodebär, Kanada
Diese weiße Variante des Schwarzbären in British Columbia tarnt beim Fischfang perfekt. Princess Royal Island beherbergt die höchste Dichte – doch im gemäßigten Regenwald bleiben Chancen gering.
Guinea-Paviane, Guinea
Kleinste Pavianart, in Gruppen bis 200 Tiere. Sehr laut, in Baumkronen Westafrikas (Guinea, Gambia, Senegal) – Klettern meiden sie zugunsten der Sicherheit.
Riesenpandas, China
Ikone aus Sichuan: Weniger als 1.600 wild. Bambusfresser (bis 38 kg täglich). Schwer zu finden – Zoos oder Reservate sind sicherer.
Graue Wölfe, USA
Scheu, nicht bösartig. Nach fastem Aussterben wiedereingeführt, z.B. Yellowstone. Erfordert Geduld für Sichtungen.
Steinadler, Großbritannien
Nur 440 Paare: Majestätisch mit 2 m Spannweite über Schottland. Isle of Skye ideal – Glück, Wetter und Habitatwissen nötig.
Der schwarze Panther, Kenia
Meist Leoparden mit Melaninüberschuss. Selten: Mount Kenya oder Aberdare-Nationalpark bieten beste Chancen.
Die afrikanische Schwarzfußkatze, Botswana
Klein, mutig („Ameisenhaufenlöwe“ bei San). Nachtaktiv in Wüsten, jagt Kleintiere.
Dachse, Großbritannien
Nachtaktiv, boden grabend. Siedlungen jahrhundertealt – eher tot als lebend zu sehen.
Das Erdferkel, Namibia
Ameisen/Termitenfresser (Ameisenbär), nächtlich in Höhlen. Subsahara-Afrika: Verwandt mit Elefanten.
Das Schuppentier, Südafrika
Schuppig, rollt sich ein. Nachtaktiv, bedroht durch Nachfrage. Afrika/Asien rar sichtbar.