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Great Ocean Road in Australien: Kängurus und Wombats ausweichen – Eine unvergessliche Reise von Alasdair Baverstock

Während wir die 40 großartigsten Roadtrips der Welt feiern, erzählt Alasdair Baverstock von einer denkwürdigen Fahrt auf Australiens Great Ocean Road.

Mike hielt wachsam Ausschau nach Kängurus und lenkte das Auto geschickt durch dichten Regenwald, vorbei an Küstendörfern und entlang eines wilden Südpolarmeers. Wir waren erst wenige Kilometer auf einer der spektakulärsten Straßen der Welt unterwegs, doch ich starrte schon fasziniert: Jede neue Bucht offenbarte Landschaften, die atemberaubender und vielfältiger waren als die vorige.

„Sind Kängurus hier ein Problem für Autofahrer?“, fragte ich halb im Scherz. Nur zwei Tage zuvor hatte ich meinen ersten persönlichen Kontakt mit Australiens Wahrzeichen gehabt – die Vorstellung eines Duells wollte ich mir ersparen. „Nein, nicht hier. Achten Sie lieber auf Wombats, besonders nachts. Der Asphalt bleibt warm, das lockt sie an.“

Nur 200 Meter hinter dem Holzbogen, der den offiziellen Start der Great Ocean Road markiert, warnte ein gelbes Schild vor Kollisionen mit diesen muskulösen Beuteltieren. „Das ist mehr für Ihre Sicherheit“, ergänzte Mike. „Ein Wombat-Aufprall macht Ihr Auto zum Totalschaden.“

Etwa eine Autostunde südwestlich von Melbourne im Bundesstaat Victoria erstreckt sich die Great Ocean Road über 240 km von Warrnambool bis Torquay. Sie ist nicht nur ein Juwel des australischen Tourismus, sondern auch das größte Kriegsdenkmal der Welt.

Der Bau dieser Pionierstraße, die zuvor nur per Schiff oder zu Fuß durch unwegsamen Busch erreichbare Küsten erschloss, war eine Initiative der Lokalregierung, um arbeitslosen Heimkehrern des Ersten Weltkriegs Jobs zu bieten. Die 20-jährige Bauphase endete 1932 mit der Widmung an die gefallenen Australier.

Auf der Straße surften Wellenreiter auf schäumenden Brechern. Manche paddelten nah an unser Auto heran, andere – Anfänger – verschwanden unter der Brandung, nur ihr Surfbrett an der Leine verriet sie.

Bei exponierten Klippen biegt die Great Ocean Road landeinwärts, um der Erosion zu entgehen. Diese Abschnitte führen durch Regenwald mit dichten Baumwänden, die die Sicht einschränken. Gegenverkehr signalisiert sich per Lichthupe und Hupe – Verlangsamung gilt als uncool.

Dinge, die Sie in Australien nicht verpassen sollten

Nach Stunden Fahrt und Elvis-Presleys Greatest Hits (Mike ist ein echter Fan) erreichten wir die Ikone: The Twelve Apostles. Von ursprünglich zwölf Kalksteinstücken ragen noch acht bis zu 45 Meter aus dem tobenden Ozean. Die Aussichtsplattform wimmelte von Touristen, doch wir hatten die Felsen fast für uns.

Gigantische Antarktis-Wellen donnerten in die Klippen, Gischt durchnässte Selfie-Posierer. Beim Sonnenuntergang tauchte rotes Licht die Szenerie in Magie: Zeit zur Rückfahrt. Mit lauter „Heartbreak Hotel“ rasten wir heimwärts – und hielten extra Ausschau nach Wombats.

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