DeuAq.com >> Leben >  >> Reisen

Tokios Nachtleben: Der ultimative Viertel-für-Viertel-Guide

Bis vor Kurzem war der Betrieb eines Clubs in Japan ein riskantes Unterfangen. Die Fūeihō-Gesetze von 1948 schränkten jeden kleinen Veranstaltungsort ein, in dem Gäste „aktiv Vergnügen suchten“ – einschließlich Tanzen. Zwar wurden diese Vorschriften selten strikt durchgesetzt, doch drohte jedem Bar- oder Clubbesitzer, der erwischt wurde, wie seine Gäste tanzten, eine Gefängnisstrafe. 2016 wurden die Gesetze endlich gelockert, was einen kulturellen Paradigmenwechsel in Japans Nachtleben einleitete. Basierend auf unserer langjährigen Expertise in Tokio präsentieren wir hier einen zuverlässigen Guide zu den besten legalen Spots für Drinks, Tanzen und Robotershows.

Ideal für perfekte Cocktails und versteckte Bars: Roppongi

Kein Gespräch über Tokios Nachtleben ohne Roppongi: Das Viertel hat sich zu einem künstlerischen Hotspot gewandelt, bleibt aber in Erinnerung für Hostess-Bars, aufdringliche Werber und teure Getränke. Bleiben Sie auf der Hauptstraße, und das ist Ihr Erlebnis. Tauschen Sie sie gegen Seitengassen – besonders Richtung Nishi-Azabu – für stilvolle, clevere Perlen.

Ein Highlight ist Roku-Nana, eine winzige „geheime Bar“ in einem unscheinbaren Wohnhaus. Entspannen Sie in der warmen, schummrigen Atmosphäre oder genießen Sie den Rooftop-Blick auf die Roppongi Hills. Anweisungen? Versprochen, wir verraten nichts ...

Ähnlich exklusiv: Gen Yamamoto. Der Barkeeper-Magier zaubert täglich ein Degustationsmenü aus vier oder sechs Cocktails, angepasst an Gästevorlieben, Wetter oder Intuition. Mit nur acht Plätzen und ohne Musik können Sie dem Meisterwerk zusehen – pure Konzentration auf Mixology-Kunst.

Perfekt für einen Mikrokosmos der Stadt: Shinjuku

Dieses pulsierende Wolkenkratzerviertel beherbergt Tokios ikonischste Clubs, darunter das legendäre Robot Restaurant. Ob Sie wie Bill Murray in der New York Bar des Park Hyatt chillen, im Golden Gai einen versteckten Spot finden oder die LGBT-Szene in Ni-chōme erkunden: Shinjuku ist vielfältig, überwältigend und bizarr – genau wie Tokio.

Im Golden Gai empfiehlt sich Blue Square: Fröhliches Team, herzliche Gäste, S&M-inspiriertes Dekor. Ausländerfreundlich, besonders mit etwas Japanisch – ein kanpai! (Prost!) schafft schnell Kumpel. Für echtes Tanzen: A-Un, lesbenfreundliche Bar mit Top-Soundsystem und Events. Manche frauenonly, aber Männer oft willkommen – prüfen Sie den Kalender.

Shimokita ist der Spot, um Japans aufstrebende DJs, Musiker, Künstler und Barkeeper vor ihrem Durchbruch zu sehen. Nur Minuten von Shibuya und Shinjuku entfernt, fühlt sich das unaufgeregte Viertel wie eine Parallelwelt an – mit erstklassigem Nachtleben.

Schlendern Sie umher: Teenager-Bands, Grime-Star MC Pakin (Video zu Anxiety hier gedreht) und Vinyl-Oldtimer. Im Little Soul Café wählt der Owner aus 10.000+ Platten Funk und Soul. Nahebei: Shelter, intimer Rock-Venue. South: THREE für Newcomer – ideal zum Entdecken.

Nutzen Sie Shimokitās kreative Vibes jetzt: Zentrale Umgestaltung droht Hochhäuser – Proteste hin oder her, der Charme könnte vergehen.

Beste Livemusik: Kōenji

Westlich von Shinjuku: Tagsüber Cafés, nachts Punk-, DIY- und Alternativ-Herz. Top-Venues wie 20.000 Den-Atsu („lauteste Anlage der Welt“? Testen Sie!). Oder Koenji High, rauchfrei, beliebt. Vor dem Hoppen: Cocktail Shobō, Buch-Bar für entspannte Cocktails inmitten alter Taschenbücher.

Für Audio-Fans: Shibuya

Shibuyas Nachtleben-Zentrum: Clubs, Karaoke, nomihōdai. Kern: Soundsystem-Obsessierte.

Bar Bonobo: House/Techno mit 50-60 Tänzern. Lion: Klassik-Schrein, flüsternd für holzige Lautsprecher. Zubar: DJ-Sets japanisch/international. Forestlimit: Kunst, Live, radikale DJs mit Custom-System. Vibe Bar Wild One: Über Sexshop, vulva-Tür, Spielzeug-Bar – freundlich, frauenorientiert, Männer nur begleitet.

Für Sake und Salarymen: Shimbashi

Büroviertel? Doch: Sake-Expertin Satoko Utsugi und Izakaya-Feiern.

Beim Japan Sake and Shochū Center: Lernen, Probieren, dann Orihara Shōten. Satoko ist passionierte Sommelière. Danach: Izakayas mit Food & Alk – pointieren Sie auf Tische. Freitags: Salarymen-Party unter Brücken, in Hochhäusern. Schlendern, saufen, feiern – Japanisch hilft, aber Atmosphäre reicht.

Erkunden Sie mit mehr von Tokio: Der grobe Leitfaden für Tokio. Vergleichen Sie Flüge, suchen Sie Touren, buchen Sie Herbergen und Hotels, und vergessen Sie nicht, Reiseversicherung zu kaufen. Rebeccas Sake-Erfahrung via Airbnb. Danke an Dom von House Not House-Records.