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Die sechs einflussreichsten südkoreanischen Regisseure: Ikonen des modernen Kinos

Als langjähriger Beobachter der internationalen Filmscene weiß Martin Zatko: Während K-Pop mit Psy einen viralen Hit landete, bleibt er Nische. Die südkoreanische Filmindustrie hingegen erobert die Welt. Der Fokus liegt auf visionären Regisseuren, die bei Cannes, Berlin und Venedig glänzen. Vergessen Sie Gangnam Style – hier die sechs Meister, die Sie kennenlernen müssen.

Kim Ki-duk

Der kontroverse Superstar Kim Ki-duk, das "Enfant terrible" des Kinos, erhielt Preise in Cannes, Berlin und Venedig für düstere, provokative Werke wie Samaritan Girl und 3-Iron (beide 2004). Reisende nach Südkorea finden in Frühling, Sommer, Herbst, Winter … und Frühling (2003) eine poetische Einführung: Ein faszinierender Film um ein schwimmendes buddhistisches Kloster inmitten atemberaubender Landschaften.

Park Chan-wook

Park Chan-wook feierte globale Triumphe mit dem stilisierten, brutal intensiven Oldboy (2003) – dem ikonischsten Thriller des modernen südkoreanischen Kinos. Spike Lees US-Remake folgte. Als Kern seiner gefeierten "Vengeance-Trilogie" steht Oldboy neben Sympathy for Mr. Vengeance (2002) und Sympathy for Lady Vengeance (2005). Kein Wunder, dass Quentin Tarantino ein Fan ist.

Hong Sang-soo

Hongs scharfsinnige Arthouse-Filme mit witzigen Alltagsdialogen erinnern an Woody Allen – kein Zufall. Statt nach Hollywood zu gehen, holte er Isabelle Huppert für In Another Country (2012) nach Korea: Ein charmantes Porträt ländlichen Lebens, durchzogen von Zigarettenpausen und peinlichen Momenten.

Im Sang-soo

Unverwandt mit Hong Sang-soo provoziert Im Sang-soo noch direkter als Kim Ki-duk. Sein Highlight: The President’s Last Bang (2005), eine schwarze Komödie über die letzten Tage des Diktators Park Chung-hee. Die Familie klagte – inklusive Tochter Park Geun-hye. Ims Werke mischen oft Sex und Skandale, wie in der skurrilen A Good Lawyer’s Wife (2003) um eine Frau und einen Teenager.

Lee Chang-dong

Lee Chang-dong debütierte 1997 mit Green Fish und lieferte seither sparsame, tiefgründige Dramen wie Poetry (2010) über eine Alzheimer-Patientin, die Poesie entdeckt. Meisterwerk: Peppermint Candy (1999), rückwärts erzählend vom Suizid zur Ursache – inklusive Wehrpflicht und 1980er-Protesten. Eine nuancierte Chronik koreanischer Geschichte und des Verlusts der Unschuld.

Bong Joon-ho

Bong Joon-hos Filme sind nuanciert, dunkel und politisch. Überraschend: Sein Breakout The Host (2006), ein Monsterstreifen, der Kassenrekorde brach. Mehr als Action: Eine Riesenechse aus dem Han-Fluss kritisiert US-Militärvergiftung durch Formaldehyd – subtiler Öko-Thriller.

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