Als Experten für den Kaukasus haben wir die unvergesslichsten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Armenien zusammengestellt – einem Land mit uralter Geschichte und beeindruckender Landschaft.
1. Jerewan
Die pulsierende Hauptstadt Jerewan ist der ideale Einstieg in Armenien. Gegründet vor rund 2800 Jahren, präsentiert sie Spuren vergangener Epochen an der Erebuni-Festung östlich des Zentrums. Moderne Ikonen wie die Cascades, eine freiluft Kunstgalerie mit Treppen aus weißem Marmor und skurrilen Skulpturen – darunter ein blauer Pinguin und eine üppige Katze –, bieten von oben einen atemberaubenden Blick auf die Stadt mit dem Ararat im Hintergrund.
Museumsliebhaber kommen voll auf ihre Kosten: Das Historische Museum beherbergt faszinierende Exponate wie den ältesten Schuh der Welt und gilt als eines der besten in der Kaukasusregion. Das Matenadaran präsentiert prächtige illuminierte Manuskripte, ergänzt durch Hausmuseen berühmter armenischer Künstler und Schriftsteller.
Für Abwechslung empfehlen wir die Ararat Brandy Factory – Favorit von Winston Churchill. Nach einer informativen Führung mit Verkostung laden Jerewans Restaurants zu lokalen Spezialitäten wie gefüllten Weinblättern und saftigen Schweinefleischspießen ein.
2. Klöster
Als älteste christliche Nation der Welt verfügt Armenien über atemberaubende Klöster im einzigartigen kaukasischen Stil, oft an malerischen Orten. Highlights sind Sevanavank am Sevan-See oder Tatev, erreichbar per einer der längsten Seilbahnen weltweit.
Khor Virap steht für historische Bedeutung: Hier wurde 301 n. Chr. das Christentum angenommen. Klettern Sie in die Grube des Heiligen Gregor und genießen Sie den Blick auf den Ararat. Für Ruhe ideal ist das abgeschiedene Vorotnavank. Unser Favorit: Noravank aus rosig-orange Tuffstein in der Amaghlu-Schlucht – ein architektonisches Meisterwerk, magisch bei Sonnenuntergang.
Perfekt: Khor Virap, Vorotnavank und Noravank lassen sich in einem Tagesausflug von Jerewan erkunden.
3. Garni-Tempel
Überraschend: Ein prächtig erhaltener römischer Tempel in Armenien. Erbaut um 1. n. Chr. von König Tiridates I., inspiriert von Rom, überstand er 1500 Jahre, bis ein Erdbeben ihn zerstörte. In den 1970er Jahren restauriert, thront er imposant.
Erkunden Sie römische Bäder und eine kreisförmige Kathedrale. Von Garni wandern Sie zu den basaltigen Säulen und zum heiligen Geghard-Kloster – ein Highlight für Wanderer und Geschichtsinteressierte.
4. Die Natur
Armenien im Kleinen Kaukasus bietet unberührte Wanderparadiese. Besteigen Sie den 4090 m hohen Aragats von Ashtarak aus – belohnt mit Panoramablicken bis Jerewan und Ararat.
Im Dilijan-Nationalpark, der "Schweiz Armeniens", locken Transkaukasus-Trails durch Wälder und Schluchten zu Klöstern wie Haghartsin. Für Tagesausflüge: Der 8-km-Weg zu Armeniens höchstem Wasserfall Trchkan bei Shirakamut.
5. Sowjetisches Erbe
Armeniens UdSSR-Vergangenheit prägt Ikonen wie den Republikplatz, die Mutter-Armenien-Statue oder die Cascades in Jerewan.
Außerhalb finden Sie faszinierende Denkmäler: Brutalistische Kriegsmonumente über Sisian oder Spitaks Erdbeben-Gedenkstätte. Souvenirs beim Vernissage-Markt: Von Stalin-Uhren bis Hammer-Sichel-Anstecker.
6. …und mehr
Einzigartige Spots: Das Alphabet-Denkmal ehrt Mesrop Mashtots' Erfindung aus dem 5. Jh. – riesige Steinbuchstaben für einen Spaziergang.
Jermuk, sowjetische Kurstadt, lockt mit Mineralwasserfontänen, Wasserfall und Arpa-Schlucht-Pfad.
Armenien vereint Kompaktheit mit Vielfalt. Nach der Corona-Öffnung ist jetzt der perfekte Zeitpunkt für Ihre Entdeckung.
Bild oben: Kirche Khor Virap mit Berg Ararat im Hintergrund, Armenien © MehmetO/Shutterstock