Kyoto braucht kaum eine Vorstellung. In einem Land, das für Hochgeschwindigkeitszüge und pulsierende Metropolen bekannt ist, übt Japans ehemalige Kaiserstadt eine zeitlose Anziehungskraft aus. Hier destilliert sich das traditionelle Japan: geschichtsträchtige Teehäuser, kirschblütenumrankte Gassen und kunstvoll gestaltete Tempel. Gleichzeitig pulsiert ein moderner Geist durch die Stadt.
Japan verzeichnete im vergangenen Jahr die meisten internationalen Besucher. Mit der Rugby-Weltmeisterschaft und den Olympischen Spielen 2020 rückt das Land – und damit Kyoto – weiter ins Rampenlicht. Hier die wichtigsten Tipps für Ihre Reise.
Warum nach Kyoto reisen?
"Kyoto" bedeutet "Hauptstadt" – ein Name, der seine Bedeutung unterstreicht. Obwohl die Stadt ihre Rolle als Japans Zentrum vor langer Zeit abgab, präg(t) sie bis heute durch imperiale Relikte.
Geschichte und Kultur sind allgegenwärtig: Kyoto beherbergt eine der weltweit größten Sammlungen an UNESCO-Welterbestätten, seine Küche gilt als raffinierteste Japans, und Geishas führen weiterhin aufwendige Teezeremonien in holzverkleideten Häusern durch.
Hinter der Tradition lauert Moderne. Abseits der Touristenpfade entdecken Sie exzentrische Designerläden, hippe Cafés und das Kyoto International Manga Museum.
Kyoto ist ungezähmt: Von drei nebelverhangenen Bergen umgeben, erstreckt sich die Stadt die Hänge hinauf. Ihre Größe wirkt zunächst einschüchternd, doch ein effizientes Verkehrsnetz macht sie überschaubar und angenehm erkundbar.
Unverzichtbare Sehenswürdigkeiten in Kyoto
Tempel, Paläste und Gärten überfordern jeden Zeitplan. Konzentrieren Sie sich auf die Highlights.
Das östliche Higashiyama-Viertel mit dem Philosophenpfad ist ein Muss. Entlang eines Teichs mit Karpfen, gesäumt von Cafés und Läden, verbindet er Tempel, Museen und Gärten. Im Frühling blühen Kirschbäume in altrosa Pracht.
Im Süden lockt Fushimi Inari Taisha, ein Shinto-Schrein für den Gott des Reis und Sake. Tausende feuerrote torii-Tore (Schreintore) bilden Tunnel auf einem bewaldeten Hang. Der Aufstieg enthüllt moosbedeckte Schreine und Panoramen über Kyoto.
Ein Spaziergang durch Gion, das berühmteste Geisha-Viertel, rundet ab. Traditionelle machiya-Häuser dienen als Teehäuser, Kunsthandwerksläden oder moderne Cafés.
Die besten Adressen zum Essen
Kyotos Küche ist exquisit – und es gibt erschwingliche Perlen ohne Michelin-Stern.
Nachts in Pontocho, dem Geisha-Viertel: Enge Gassen mit beleuchteten Restaurants. Empfehlung: Bankara (209-8 Nabeyacho), ein izakaya (japanischer Pub). Trotz rein japanischer Karte ohne Fotos überzeugt das Essen: Tempura-Baby-Tintenfisch, Oktopus-Sashimi in entspannter Atmosphäre.
Für Authentizität: Kiramekinotori mit Automaten-Ramen. Japan hat die höchste Vending-Machine-Dichte weltweit (über 5 Millionen). Passen Sie Ihre Ramen an – mit klebrigem Ei, Seiden-Wan-Tan und saftigem Schweinefleisch.
Teezeremonie und Kaffeeszene lohnen sich
Kyotos Teekultur reicht ins 14. Jahrhundert zurück, gespeist aus Uji, berühmt für premium Tee. In Gion bietet Camellia traditionelle Zeremonien.
Die Kaffeeszene boomt: Um Sanjo-Straße hippe Cafés. Drip & Drop Coffee Supply wirkt wie aus New York (Betonboden, U-Bahn-Fliesen). Sowgen, eine Café-Bar hinter Antiquitäten und Pflanzen, ist ein Geheimtipp.
Empfohlene Unterkünfte
Ein Ryokan ist obligatorisch. HOSHINOYA Kyoto übertrifft alle: Luxus-Ryokan in der Arashi-Schlucht, bootweise erreichbar aus Arashiyama (Bambuswald). Gärten, Laternenpfade am türkisfarbenen Ôigawa-Fluss verbinden Tradition und Moderne.
Budget-Optionen: Piece Hostel Sanjo zentral bei Sanjo Street mit modernem Design. Book and Bed erhebt Kapselhotels auf neues Level – Kabinen inmitten 3500 Büchern.
Olivia Rawes wurde von HOSHINOYA Kyoto gehostet, einem Luxus-Ryokan in der Arashi-Schlucht am Ôigawa-Fluss. 25 pavillonartige Zimmer, saisonale Küche, Aktivitäten wie Yoga, Teezeremonien und Räucherwerk. Ab 527 £ pro Zimmer/Nacht (2 Personen, nur Zimmer).