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Die verborgenen Schätze Nordwest-Pakistans: Eine Reiseexpertin entdeckt unerwartete Highlights

Pakistanische Wurzeln rufend, reist Riazat Butt als Touristin durch ihr Heimatland und enthüllt die faszinierenden Highlights des Nordwestens.

Es dauert vier Eimer Wasser und eine halbe Flasche Shampoo, um den Hindu Kush aus meinen Haaren zu spülen. Von Chitral über den eisigen, rauen Shandur-Pass erreiche ich ein Motel in Gupis. Der offene Jeep wirbelt Staubwolken und beißende Winde auf, die meinen Pferdeschwanz so verhärten, dass er die Wange meines Mitfahrers peitscht. An kalten Stellen hängen wir uns über die Motorhaube des Jeeps, um warm zu bleiben, während andere Fotos schießen.

Ich befinde mich auf einer Tour durch den Nordwesten Pakistans – meiner ersten als Touristin. Mit Wurzeln in den Metropolen Karachi und Lahore überrascht mich diese natürliche Pracht. Die dramatischen Landschaften am Indus sind meilenweit entfernt vom eleganten Islamabad. Die üppig grünen Täler und schneebedeckten Gipfel von Gilgit-Baltistan und Khyber Pakhtunkhwa bleiben vom Massentourismus verschont.

„Pakistan: Nicht so schlimm, wie Sie denken“

Vor dem Aufbruch in den Norden speist meine Gruppe im Kabul Restaurant in Islamabad. Über Kebabs und Naan schlage ich augenzwinkernd Slogans vor: „Pakistan: Nicht so schlimm, wie du denkst“ – eine mildere Variante lautet „Pakistan: So viel Potenzial“.

Pakistan lockt seit Langem Abenteurer und Rucksacktouristen. Ich gehöre nicht dazu und zögere anfangs. Bald jedoch offenbart sich die Fülle an Kultur, Energie und Geschichte.

Die Reise startet im Kalash-Tal, führt zum Baltit Fort in Karimabad – einem 700 Jahre alten UNESCO-Weltkulturerbe. Pakistan und UNESCO? Ja, das Land hat eine uralte Geschichte. Das Fort beeindruckt durch seine schroffe Lage.

Von hier geht es in zwölf Stunden nach Südwesten Richtung Islamabad – meist auf engen Straßen. Als Trost glänzen Granatsteine am Karakorum Highway, der China und Pakistan verbindet.

Ziel ist Taxila, antike Gandhara-Stadt und buddhistisches Zentrum. Die UNESCO nennt es eine der wichtigsten archäologischen Stätten Asiens mit Klöstern, Moschee, Medrese, mesolithischer Höhle und vier Siedlungen.

„Mughal-Pracht, die mit Istanbul konkurrieren könnte“

Von Taxila zurück in die Hauptstadt entdecken wir tausend Jahre alte Petroglyphen. Viele Stätten sind nicht vernachlässigt, sondern übersehen – ein Muster meiner Reise.

Pakistan birgt unzählige Schätze. In Lahore rivalisieren Shadhara-Bagh-Mausoleen und Wazir-Khan-Moschee mit Istanbul – dank exzellenter Architektur, nicht nur Pflege.

Schlechte Presse und Instabilität hielten Touristen fern, im Gegensatz zu Indien. Das muss sich ändern – nicht überlaufen, aber genug, um Highlights zu ehren. Packen Sie Imodium und eine Top-Kamera ein.

Muss wissen

Flüge: Pakistan International Airways (PIA) bietet Direktflüge aus UK-Großstädten und New York. Nahost-Airlines wie Emirates, Etihad, Gulf Air sind günstig, erfordern aber Umstiege.
Touren: Travelpak (London) organisiert Kleingruppenreisen mit Visa-, Hotel-, Flug- und Routen-Hilfe vor Ort.
Unterkunft: Pakistan Tourism Development Corporation listet saubere Motels. Luxus: The Residency (Lahore), Pearl Continental (Karachi), Serena (Islamabad).

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