Vor den Commonwealth Games 2014 erforscht Reiseschreiberin Meera Dattani, wie man Glasgow am besten per Fahrrad entdeckt.
Keine Bremsen, feste Zahnräder, Schuhe eingeclipst in die Pedale – Sie sitzen fest auf dem Rad. Die große Frage: Wie bremst man? Ohne die tröstenden Worte der Sir Chris Hoy Velodrome-Website, dass die Bahn „nicht nur für Spitzensportler“ ist, hätte ich vielleicht einen Rückzieher gemacht.
Diese Schnupperstunde im neuen Glasgower Velodrom wird zur Offenbarung. Die imposante Arena, die glänzende 250-m-Bahn des weltberühmten Designers Ralph Schuermann und die steilen Wände beeindrucken. Doch es ist einfacher, als es aussieht: Mit menschlichem Tempo lässt sich alles meistern. Radfahrer erreichen hier bis zu 75 km/h, meine Session blieb natürlich bescheidener.
Ohne Bremsen bremsen? Gar nicht so schwer. Und wenn Ihnen ständig gesagt wird, dass es schneller einfacher geht, neigen Sie den Kopf und überwinden die Angst. Das zahlt sich aus: Das Selbstvertrauen wächst, und bald meisterten wir Anfänger die oberen Linien der abschüssigen Kurven.
Das Velodrom ist vor den Commonwealth Games im Juli 2014 Glasgows prominenteste Sportstätte. Doch Glasgow und Radsport? Viele staunen. Ebenso ungerechtfertigt wie das Image einer grauen Industriestadt, wenn man die spektakuläre Architektur und die überraschende Fahrradfreundlichkeit kennt.
Radfahren auf dem Land
Neu für Glasgows Radler: Die Cathkin Braes Mountainbike-Trails, eröffnet im Mai 2013 und Austragungsort der Games-Events. Südlich des Zentrums mit Blick auf die Stadt sind die 5,5 km Trails kostenlos nutzbar. Profis schaffen sie in 14 Minuten. Entworfen von Phil Saxena (Olympia-Peking), benannt von Schülern: Brig O’Doom, Broken Biscuits, Rest And Be Thankful.
Mix aus Wald, Moor und Fels – ideal für alle Levels, mit erfahrenen Fahrern als Guides. Verbunden mit lokalen Routen, inklusive einer neuen Strecke vom Stadtzentrum.
Im Pollok Park (Southside) sind Trails zugänglicher: Grüner Rundkurs für Einsteiger, blauer Circuit mit Wurzeln, roter simuliert echte Trails. Oder flach durch den Park: Vorbei am Wildpark, Pollok House, Burrell Collection. Westrand Teil des National Cycle Network.
Urbane Abenteuer
Beste Stadtroute: Kelvin Walkway entlang des Flusses Kelvin im Westen. Von Botanischem Garten (Sommer-Theater „The Bard im Botanics“), Uni-Sportplätzen, Dawsholm Park mit Stadtblick. Abstecher Forth and Clyde Canal, Queen Margaret Bridge, Kelvingrove Park, Museum, Clyde Walkway. Vorbei am Riverside Museum, Science Centre, IMAX, BBC Scotland, Hydro. Bei Zeit bis Glasgow Green.
Sogar flach nach Edinburgh möglich. Glasgows Fahrradszene boomt: Siempre, das erste Bike-Café in Partick (Byres Road), repariert, verkauft, serviert Bio-Food, organisiert Events. Radfahren zugänglich machen – Glasgow beweist: Auch Metropolen haben tolle Spots für Einsteiger.
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