Eine faszinierende Verschmelzung aus Umweltschutz, Kreativität, Fantasie und Spiel – auf einer stillgelegten Bohrinsel in der Nordsee. SEE MONSTER zählt zu den größten öffentlichen Kunstwerken Großbritanniens. Als erfahrene Reisereporterin Natalie Paris habe ich es hautnah erlebt und untersucht.
Vom Moment an, da Sie am Strand entlangschlendern und das Rauschen des 10 Meter hohen Wasserfalls von SEE MONSTER hören, weckt es Neugier: Was ist das?
Bäume und Laub ragen aus der massiven, rostigen Struktur hervor und wiegen sich im Wind. Während die Kaskade neben Ihnen tosend herabstürzt, fesseln die schimmernden Schuppen des Monsters Ihren Blick – sie funkeln in der Sonne.
Statt eines Ungeheuers wirkt diese riesige Installation wie eine fantasievolle Insel, die in Wolken gehüllt auf Stelzen thront. Klettern Sie die Treppe hinauf, um SEE MONSTER zu betreten, und entdecken Sie eine kleine Welt, die vollständig mit erneuerbarer Energie betrieben wird.
Das Werk ist Teil des regierungsfinanzierten Projekts UNBOXED: Creativity in the UK. Im ganzen Land finden in diesem Jahr unkonventionelle Ausstellungen statt.
SEE MONSTER umfasst eines von zehn großen öffentlichen Kunstwerken auf vier Ebenen: Einen Wasserfall, eine Rutsche, Gärten, ein Amphitheater, Windturbinen und einen Solarbaum – alles bedeckt mit 6.000 kinetischen Schuppen, die im Wind wellen.
Weston-super-Mare setzte sich in einem harten Wettbewerb durch, um SEE MONSTER zu beherbergen. Martin Green, Chief Creative Officer von UNBOXED, betonte: Ein Ziel war, kreative Ideen aus der Metropole in andere Regionen des Vereinigten Königreichs zu tragen.
Weston-super-Mare, ein klassischer Badeort mit karamellfarbenem Sandstrand, sucht wie viele viktorianische Resorts nach Wegen, seine Promenade zu beleben. Dieses 35 Meter hohe Konzeptkunstwerk – eine Hommage ans britische Wetter – soll genau das schaffen.
Patrick O’Mahoney, Creative Director und Gründer des Studios NEWSUBSTANCE, schuf öffentliche Kunst, die das Wetterwissenschaft erforscht und nachhaltige Zukunftsvisionen vermittelt.
„Das großartige britische Wetter prägt unsere Kultur“, sagte er. „Wo könnte es ikonischer sein als in einer britischen Küstenstadt?“
So fand SEE MONSTER in Weston Zuhause. Das Team repurposete ambitioniert eine stillgelegte Bohrinsel. Der Bau dauerte länger als geplant, doch die Locals dokumentierten jeden Fortschritt eifrig.
Zuerst kamen die Beine, dann die 450-Tonnen-Plattform per Lastkahn über das Meer. „Es war super mutig und hart“, resümierte Patrick. Der bürokratische Aufwand fehlte, und mit Westons enormer Gezeitenreichweite war es Pionierarbeit – weltweit beachtet.
Über 200.000 Menschen haben den Aufbau vom Strand aus verfolgt. Helz Jones von The Mudlarks, einer lokalen Schwimmgruppe, schwärmt: „Ein echtes Gesprächsthema! Es bringt Geld und Besucher – und unterstreicht, was für ein toller Ort Weston ist.“
SEE MONSTER entstand hinter dem ehemaligen Tropicana-Strandbad, wo Locals Kindheitserinnerungen an Rutschen in Riesenfrüchten pflegen. Heute thront hier eines der größten Kunstwerke Großbritanniens.
Von der Spitze, dem alten Helipad, bietet sich ein atemberaubender Panoramablick über Weston, die Somerset-Hügel, die Bristol Channel-Inseln bis Süd-Wales. Die Decks laden ein, über die Nutzung wetterbedingter Kräfte nachzudenken.
Der Wasserfall zirkuliert kontinuierlich: Wasser aus dem Fußpool wird mit Bordenergie hochgepumpt. Der Garten profitiert von Solar- und Windtechnik.
„Das Wetter wird erlebbar“, erklärt Dr. Ella Gilbert, Klimaberaterin. Das Wasserrauschen macht die Energieproduktion hörbar.
Ein Nebelring erzeugt Wolken, das Original-Rettungsboot hängt seitlich. Die Rostoptik erinnert ans frühere Leben der Plattform. Ein Studio am Fuß dient Schulen und Sendungen.
Robin Woodward, Moderator aus Weston, hofft: „Kinder sollen durch Spaß wie in der Cloud-Maschine zu Erneuerbaren inspiriert werden – und Wolken verstehen lernen.“
„Zukünftige Forschung verfeinert Klimamodelle“, sagt er. „Der Solarbaum und die Turbinen sind Kunst – bald vielleicht in Gärten statt Riesenpropellern.“
Bis 300 Besucher gleichzeitig, kostenlos. Ein Lift sorgt für Barrierefreiheit.
Dr. Amit Patel, Inklusionsberater (blind): „Eine industrielle Struktur inklusiv zu machen, ehrt ihr Wesen und schützt. Jeder Sinn wird angesprochen – vom Wasserrauschen bis zur Brise. Wenn wir können, warum nicht andere?“
Der Meeresgarten war eine Herausforderung. Peter Beardsley, Landschaftsarchitekt: „Ein exponierter Dachgarten, wild wie von Mutter Natur übernommen. Salztolerante Elaeagnus neben Eukalyptus unten, oben klippenartige Kiefern – alles windresistent und immergrün.“
SEE MONSTER ist vom 24. bis 28. Oktober 2022 (Halbzeitferien) und bis 5. November geöffnet. Danach Recycling der Plattform, Pflanzen wandern in einen lokalen Garten. Sommer über Events und Sanierungen der Promenade.
Am Strand wirkt SEE MONSTER einzigartig: Ingenieurskunst, kreatives Experiment, Lehrmittel. Nachts beleuchtet ein Hoffnungsträger. Stadtrat Mark Canniford: „Es wird Wahrzeichen – die Leute wollen es behalten.“
Planen Sie Ihren Besuch bei SEE MONSTER
Geöffnet bis 5. November, inkl. Halbzeitferien (24.–28. Oktober 2022). Kostenlos. Erfahren Sie mehr über SEE MONSTER.
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Dieser Inhalt entstand in Kooperation mit UNBOXED.
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