Als Experten für die Tourismusbranche beobachten wir hautnah, wie die Corona-Pandemie die gesamte Reise- und Gastgewerbewelt erschüttert hat. Mit Reiseverboten, stillstehenden Flugflotten und weltweit geschlossenen Hotels, Bars und Restaurants hat der Sektor massive Einbußen erlitten. Doch mit schrittweise gelockerten Lockdowns und neuen Hygienestandards öffnen sich die Gesellschaften wieder. Basierend auf Daten von Branchenexperten wie dem World Travel & Tourism Council (WTTC) teilen wir fundierte Prognosen für den Rest des Jahres 2020 und die Zeit danach. Gute Nachricht: Ihr Sommerurlaub muss nicht abgesagt werden!
Schwerer Schlag für die Branche
Die Tourismusbranche zählt zu den härtesten Treffern der Pandemie. Fluggesellschaften, Hotelketten, Kreuzfahrten, Gastronomie und Reisemedien melden Rekordverluste – viele Betriebe sind monatelang geschlossen, während Reisende Regierungsaufrufe zum Bleiben zu Hause befolgen. Bekannte Namen blieben nicht verschont: Flybe ging am 5. März in die Insolvenz, Lonely Planet stellte im April Operationen in London und Melbourne ein, und British Airways kündigte die Entlassung von 12.000 Mitarbeitern an. Die Zahlen sind alarmierend: Laut WTTC droht der Verlust von bis zu 100 Millionen Jobs weltweit.
Für Reisende bedeutet der Kollaps kleiner Airlines kurzfristig weniger Flüge und Routen. Positiv: Viele Gesellschaften bieten nun flexiblere Umbuchungs- und Stornierungsregeln für mehr Sicherheit. Langfristig erholt sich die Branche historisch schnell – denken Sie an 9/11. Routen kommen zurück, Flüge steigen, und mit höheren Preisen auf manchen Strecken locken Angebote und Rabatte, um Passagiere zurückzuholen.
Aufhebung der Lockdowns
Weltweit lockern Länder ihre Maßnahmen: Italien, Spanien und Frankreich entspannen Regeln, Neuseeland erklärt Corona für eliminiert. Griechenland, wo Tourismus 20 % des BIP ausmacht, plant eine sichere Wiedereröffnung mit neuen Vorschriften wie freien Mittelsitzen in Flugzeugen und Abstandsregeln.
Tourismus ist für viele Volkswirtschaften essenziell. Nach dem wirtschaftlichen Schock investieren Regierungen in kreative Lösungen, um Besucher sicher zurückzuholen – nach griechischem Vorbild.
Die Erholung beginnt
China, der Ursprungsherd, gibt erste Anhaltspunkte: Nach Aufhebung der Lockdowns stiegen Hotelbuchungen um 40 % und Inlandsflüge um 230 % (Bloomberg, März). In Guizhou läuft eine QR-Code-Plattform für nahtlose Buchungen, über 90 % der Attraktionen sind offen. Regionale Verbände setzen auf Innovationen.
Inlandsurlaub im Sommer
Risiken durch Flughäfen machen Inlandsreisen zur Top-Wahl. Weltweite Verbote – wie Argentiniens bis September – fördern Autoreisen in Hütten oder Chalets: Weniger Massen, keine Grenzrisiken, geringere Verlustrisiken trotz knapper Reiseversicherungen.
Nach Lockdowns wird der Drang nach Natur stark sein. Fremdenverkehrsämter pushen sichere Inlandsangebote. Auslandsurlaube bleiben möglich: Österreich öffnet Hotels ab 29. Mai, Portugal zertifiziert Betriebe mit "Clean & Safe"-Siegel.
Ausblick bis 2021
Bis Ende 2020/2021 normalisiert sich alles mit sinkenden Infektionszahlen, Impfstoffen und Vertrauensaufbau. Branchenakteure bieten Deals, Reiselust explodiert nach der Isolation.
Sarah Clark, Head of Publishing bei APA: „Die Pandemie ist einzigartig, doch die Branche hat Schocks wie 9/11 überstanden. Reiselust ist ungebrochen – unsere Wertschätzung für Reisen wächst!“
Bei Reiseplanung: Lesen Sie unseren Guide zu den neuesten Nachrichten zum Corona-Virus und Reisen. Und prüfen Sie So stellen Sie sicher, dass Ihre Reiseversicherung das Corona-Virus abdeckt.