Van-Reisen mit der Familie sind aufregend, bereichernd – und manchmal eine echte Herausforderung. Nach einem Monat unterwegs mit einem ein- und einem dreijährigen Kind teilt Hayley Spurway ihre wertvollen Erkenntnisse zum Familienleben im Van.
Am Ende eines regnerischen Sommers in Cornwall luden wir den Van, nahmen die Fähre nach Roscoff und fuhren gen Süden – voller Vorfreude auf Freiheit, Sonne und Abenteuer. Doch während ich nachts durch die Dunkelheit fuhr und das Jammern unserer unruhigen Kleinen aus den Autositzen hörte, wurde klar: Trotz unzähliger Wochenendausflügen waren wir bei Langstrecken-Trips absolute Anfänger. Unser VW T5 war nicht familientauglich ausgestattet, nur mit einem Rock-and-Roll-Bett. Einen Monat später, nach Abenteuern von Frankreich über Portugal und zurück, hatten wir das Van-Leben perfektioniert.
Planen Sie eine Familien-Van-Reise? Hier sind die wichtigsten Tipps aus erster Hand.
Ihre Räder
Sollen es ein vollwertiges Wohnmobil sein (viel Platz und Komfort, aber sperrig, langsam und teuer), ein ausgestatteter Campervan (Herd, Spüle, Kühlschrank, Betten in Autogröße) oder ein simpler Lieferwagen mit Matratze (weniger Komfort)? Unser ungebauter T5 war ein Fehler – investieren Sie vorab in familientaugliche Umbauten für Wohnen und Schlafen.
Schlafmöglichkeiten
Mit etwas Kreativität schlief ein Kind auf dem Beifahrersitz, der andere mit uns im Doppelbett. Ein Aufstelldach oder Hochdach mit Dachschlafplatz wäre idealer gewesen. Nach dem Zubettgehen blieb nur der Außenbereich für Erwachsene – super im Mittelmeerklima, problematisch bei Regen. Ein Vorzelt schafft mehr Raum, erfordert aber Zeit und Platz beim Aufbau.
Packen
Nutzen Sie den fehlenden Gepäckzwang nicht als Ausrede für Chaos. Weniger Kram macht das Leben leichter. Essentials: Wasserbehälter, Kühlbox, Bettwäsche, Campinglaterne, Multitool, Klopapier, Spül- und Waschmittel. Kompakt: Campingstühle, Klapptisch oder Picknickdecke. Beste Spielzeuge: Fahrräder – Falt-Dreiräder und Laufräder. Mit Fahrradträger und Anhängern erkunden Sie flexibel. Bei Platzmangel: Dachbox.
Übernachtungsplätze
Wildcampen ist gratis und wunderbar – Strände oder Pinienwälder in Frankreich, Spanien, Portugal. Für Distanz: Kostenlose Aires de Service (Wohnmobil-Schilder mit Tank). Finden Sie sie auf www.eurocampingcar.com. Mit Wasser, Toiletten, teils Strom ideal für Pausen. Tipp: Kinder nach Einschlafzeit fahren, um Mitternacht parken – so schlafen alle besser.
Kochen im Campervan
Zwei Kocher reichen für mehr als Dosenfutter. Basisvorrat: Kräuter, Öl, Oliven, Tomatenmark, Makrelen, Brühe, Nudeln, Reis. Frisches lokal einkaufen. Inspirationsquelle: The Camper Van Cookbook. Snacks griffbereit halten, Fahrräder nicht davor stapeln. Für Langstrecken: Grissini, Bananen, Käse, Rosinen – kein Zucker. McDonald's als Notfall: Kindermenü und Spielplatz.
Haben Sie mit Kindern im Van gereist? Teilen Sie unten Ihre Tipps!