Als Reiseexperten für Nordamerika kennen wir die Großen Seen als das größte Süßwasserreservoir der Erde mit über 35.000 Inseln. Viele sind unbewohnt oder kleine Felsen mit Leuchttürmen, doch die bewohnten laden zu perfekten Wochenendausflügen ein. Entdecken Sie mit uns die Highlights.
Lake Huron: Manitoulin Island – Tor zur Kultur der First Nations
Manitoulin bleibt für viele moderne Reisende ein Geheimtipp, da sie ohne Auto oder Boot schwer erreichbar ist – doch die Anstrengung zahlt sich aus. Sechs Reservate wie Kagawong, M'Chigeeng und Sheguiandah säumen die Küsten und bieten authentische Einblicke in die Traditionen der kanadischen Ureinwohner.
Kanadas renommierteste First-Nations-Theatergruppe, De-Ba-Jeh-Mu-Jig („Geschichtenerzähler“), residiert in Wikwemikong und inszeniert im Sommer faszinierende Legenden.
Ein Highlight sind die wilden rötlichen Heidelbeeren an den Ufern – eine Winter-Nahrungsquelle früherer Siedler. Einheimische nennen sich stolz „Haweaters“, wie Mitglieder eines exklusiven Clubs.
Lake Ontario: Die Thousand Islands – Ein Paradies für Geschichtsliebhaber
Dieses Archipel umfasst 1.864 Inseln entlang der kanadisch-amerikanischen Grenze, vom Ontariosee bis in den St. Lawrence River über 80 km. Küstenstädte, Restaurants und Städte machen es ideal für Erkundungen.
Die reiche Geschichte – vom Krieg von 1812 über Spielplätze der Elite bis zu maritimen Zentren – lebt in Museen, Schlössern und Herrenhäusern auf. Erleben Sie lebendige Nachstellungen im Sackets Harbor im Sommer.
Lake Michigan: Beaver Island – Jäger- und Angelaube
Beaver Islands Geschichte ist einzigartig: Von einer mormonischen Strangite-Siedlung mit 300 Anhängern bis zur Vertreibung 1856, gefolgt von irischen Fischern, die ihr den Namen „Amerikas grüne Insel“ einbrachten. Heute lockt sie Outdoor-Fans.
Der Beaver Island Wildlife Club schützt seit über 70 Jahren Wildtiere und Habitate. Jagd auf Hirsche, Truthähne und Kleinwild thriviert, ergänzt durch erstklassiges Fliegenfischen auf Schwarzbarsche, Karpfen und Zander.
Lake Erie: South Bass Island – Party-Hotspot für Nachtschwärmer
Feierfreunde aufgepasst: Put-in-Bay auf South Bass Island ist das Unterhaltungszentrum des Sees. Der Beer Barrel Saloon prahlt mit der längsten Bar (160 Hocker), das Round House bietet tägliche Live-Bands. Kein Wunder, dass es „Key West des Lake Erie“ heißt – sonnige Strände inklusive.
Lake Superior: Rabbit Island – Refugium für Künstler
Diese kleine Insel, einst einem schwedischen Fischer gehörend, wurde vom New Yorker Notarzt Rob Gorski via Craigslist erworben und zu einer Künstlerkolonie umgewandelt. Von Ruinen zu Hütte, Küche und Sauna – nun magnetisiert sie Kreative weltweit, inspiriert von Lake Superiors Wildnis.
Gorski plant ein Atelier in Calumet, Michigan, um die Werke für Locals und Touristen zugänglich zu machen, die die raue Kunstszene der Oberen Halbinsel schätzen.
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