Obwohl ich kein passionierter Radfahrer bin, machte mich eine einzigartige Einladung von StudentUniverse, dem Taiwan Tourism Bureau und Giant Bicycles im November 2015 für neun Tage zu einem. Diese Reise – meine erste echte Radtour – war die anspruchsvollste, aber auch belohnendste Herausforderung meines Lebens.

Am 14. November 2015 startete unser internationales Team – Malaysier, ich und andere „Overseas Cyclists“ unter der Führung von Giant-Experten – in Taipeh mit hochwertigen Giant-Fahrrädern Richtung Süden. Nach neun Tagen, 912 Kilometern und unzähligen Schweißtropfen (wenig Blut oder Tränen) kehrten wir nach einer vollständigen Inselumrundung zurück, bereichert um neue Freundschaften und bleibende Erinnerungen.

Der Auftakt war brutal: Steile Anstiege, gefolgt von regnerischen Abfahrten mit engen Überholmanövern durch Lkw. Dennoch blieben wir weitgehend unverletzt. Die Taiwaner zeigten herzliche Gastfreundschaft – Autofahrer und Rollerlenker winkten, riefen Ermutigungen zu. Nach 80 km (ca. 50 Meilen) – mehr als ich je zuvor in meinem Leben gefahren war – fühlte ich mich trotz Erschöpfung willkommen und motiviert.

Täglich starteten wir um 8 Uhr: 15–30 km, kurze Pause, weiterfahren – ein Rhythmus mit regelmäßigen Stops und Mittagspause. Pro Tag legten wir 80–120 km zurück. Abends genossen wir Gruppenessen; manche Nächte eroberten wir Nachtmärkte.



Jeder Pedaltritt war eine schmerzhafte, doch wunderschöne Prüfung. Untrainiert und ohne große Vorerfahrung (max. 26 km zuvor) meisterte ich dank Support-Team alle 912 km ohne Mitfahrgelegenheit. Pausen boten Früchte, Snacks und Wasser; Highlights waren Stops bei 7-Eleven für Dosenkaffee, Cola oder Energy-Drinks.

Die Landschaften überwältigten: Smaragdgrüne Berge, Reisfelder, blauer Himmel – selbst Nebel an Regentagen zauberte tropische Magie. An der Küste, mit Pazifik links und Wind im Gesicht, fühlte ich mich lebendig trotz Muskelkater und Blasen.


Das Essen war ein Kulturschock: Schweinebauch, Fisch, Suppen, Reis – Neuerungen wie Tintenfisch und Schlangenfleisch. Ein „authentisches“ Mittagessen mit Teeeiern und gelartigen Reisportionen war... unvergesslich anders.


Nach der Tour genossen wir einen entspannten Tag in Taipeh mit Reiseleiterin Lily: Besuch des Longshan-Tempels und Panoramablick vom Taipei 101, einst dem höchsten Gebäude der Welt.



Die Reise war perfekt organisiert: Tolle Unterkünfte, kompetente Guides, herzlichste Betreuung. Ein lebensveränderndes Erlebnis jenseits meiner Komfortzone – heute eines meiner größten Erfolge. Herzlichen Dank an StudentUniverse und alle Beteiligten!
