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Die umstrittensten Denkmäler der Welt: Kontroversen hinter ikonischen Wahrzeichen

Die umstrittensten Denkmäler der Welt: Kontroversen hinter ikonischen Wahrzeichen

Die umstrittensten Denkmäler der Welt: Kontroversen hinter ikonischen Wahrzeichen

Das Taj Mahal gilt als Symbol ewiger Liebe – doch es umgibt eine Reihe von Kontroversen. Ähnlich beeindrucken weltweit ikonische Denkmäler, Statuen und Mahnmale durch Schönheit und Geschichte, sind aber oft von Streitigkeiten geprägt.

Von Landstreitigkeiten bis zu dunklen Kapiteln aus der Baugeschichte: Viele dieser Attraktionen haben eine schattige Seite. Als Reisespezialist und Geschichtskenner stelle ich einige der kontroversesten vor:

Die umstrittensten Denkmäler der Welt: Kontroversen hinter ikonischen Wahrzeichen

Yasukuni-Schrein, Tokio

Der Yasukuni-Schrein in Tokio wurde 1869 errichtet, um die Leistung derer zu ehren, "die ihr Leben für das Land gaben". Er listet rund 2,5 Millionen Namen auf, darunter etwa 14 Kriegsverbrecher der "Klasse A". Zu ihnen gehören ein General, der den Pearl-Harbor-Angriff befahl, und ein weiterer, verantwortlich für eine Schlacht 1937 mit fast 200.000 zivilen Opfern.

Die umstrittensten Denkmäler der Welt: Kontroversen hinter ikonischen Wahrzeichen

Tal der Gefallenen, Spanien

Das Tal der Gefallenen (Valle de los Caídos) entstand als Gedenkstätte für Opfer des Spanischen Bürgerkriegs. Die Kontroverse entzündet sich daran, dass es auch die Grabstätte des Diktators Francisco Franco beherbergt. Franco stieg mit Unterstützung des nationalsozialistischen Deutschlands und des faschistischen Italiens zur Macht.

Die umstrittensten Denkmäler der Welt: Kontroversen hinter ikonischen Wahrzeichen

Taj Mahal, Indien

Das Taj Mahal in Agra ist ein Weltwunder aus weißem Marmor und Symbol der Liebe. Dennoch ranken sich Legenden darum: Shah Jahan soll den Handwerkern nach Fertigstellung die Hände abhacken lassen, um Nachbauten zu verhindern. Neuere Debatten drehen sich um den Baugrund: Diya Kumari, Enkelin des letzten Maharadschas von Jaipur, behauptet, es stehe auf Land des Raja Jai Singh, das Shah Jahan erworben habe.

Die umstrittensten Denkmäler der Welt: Kontroversen hinter ikonischen Wahrzeichen

Statue des gefallenen Engels, Madrid

Die Statue des gefallenen Engels in Madrid gilt als einziges weltweites Denkmal, das Satan gewidmet sein soll. Sie entstand im 19. Jahrhundert und sorgt bis heute für Diskussionen.

Die umstrittensten Denkmäler der Welt: Kontroversen hinter ikonischen Wahrzeichen

Mount Rushmore, USA

Mount Rushmore in South Dakota ist eine US-Ikone, doch es entstand auf umstrittenem Land. In den 1920er Jahren klagten die Lakota-Sioux gegen die Regierung wegen Landraubs. 1980 urteilte der Supreme Court zugunsten der Stämme und kassierte 17,1 Millionen Dollar Entschädigung für die Black Hills. Ursprünglich geplant waren Figuren von Lewis und Clark, Red Cloud sowie Custer – letztlich siegten Washington, Jefferson, Roosevelt und Lincoln.

Die umstrittensten Denkmäler der Welt: Kontroversen hinter ikonischen Wahrzeichen

Christopher-Kolumbus-Statuen, USA

Statuen von Christoph Kolumbus, dem "Entdecker" Amerikas, sind hochumstritten. Viele wurden zerstört, wie in Boston (enthauptet) oder Richmond (in einen See geworfen). Zahlreiche Städte ersetzen den Columbus Day durch den Tag der indigenen Völker.

Die umstrittensten Denkmäler der Welt: Kontroversen hinter ikonischen Wahrzeichen

Che-Guevara-Denkmal, Bolivien

Che Guevaras Leben war ambivalent: Kämpfer für soziale Gerechtigkeit, doch Befürworter von Guerillakrieg. In La Higuera, Bolivien, wo er 1967 starb, steht heute ein Denkmal – eine beliebte Touristenattraktion trotz polarisierender Meinungen von Held zu "Killer".