Co-Autor von Der grobe Leitfaden für Peru und Greg de Villiers aus Lima gewähren uns einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der besten Restaurants der Stadt.
Beto ist ein imposanter Mann mit riesigen Händen, die fast den Löffel verschlingen, mit dem er Fisch aus einer verbeulten blauen Kühlbox schöpft. Sein Restaurant in Chorrillos, einem lebhaften Küstenviertel, ist unauffällig – ein zweistöckiger Saal inmitten eines ständigen Menschenstroms.
"Ceviche ist das Einfachste", grinst er. Frischer Fisch, gewürfelt und eiskalt gehalten, rote Zwiebeln, reichlich Limettensaft, Chili und Salz. Sein übergroßer Löffel, vom jahrelangen Gebrauch geschliffen, misst präzise. Ein Rühren, Süßkartoffel obendrauf – fertig. Perfekt: Säure, Schärfe, frischer Fisch und knackige Zwiebeln. Das ist Perus unvergleichlicher Geschmack, der lange in Erinnerung bleibt.
Kein Ausländer, der Ceviche selbst versucht hat, würde widersprechen: Es ist knifflig. Deshalb pilgern wir nach Lima ans Pazifikufer. Von Loch-im-Wand-Lokalen im chaotischen Zentrum über Marktstände, Fahrradkarren bis zu Weltklasse-Restaurants – die Auswahl ist überwältigend, selbst für Einheimische.
In Lima herrscht kulinarische Leidenschaft und Demokratie. Taxifahrer, Art Directors und Bau-Magnaten diskutieren Essen vor Politik oder Sport – oft Seite an Seite an einer Theke, weil "dieser Typ einfach der Beste ist".
Central Restaurant
Ein Meisterwerk, das Perus biologische und geografische Vielfalt zelebriert – von Pina Pizarro, einem der führenden Köche der Stadt.
Anticuchos Doña Grimanesa
Jeden Abend rollen kleine Holzkohlegrills auf Straßenecken und Parkplätzen aus, um Limas beliebtestes Streetfood zu grillen: anticuchos – marinierte Rinderherz-Spieße mit Kreuzkümmel, Knoblauch, getrocknetem Chili und Essig.
Chancho al Palo bei Mistura
Chancho al palo, ganzes gegrilltes Schwein, zieht Warteschlangen bis zu vier Stunden an – ein Highlight der Food-Messe Mistura.
Maido
Mitsuharu Tsumura ("Micha") hat japanisch-peruanische Fusion zur gehobenen Kunst erhoben. Sein aufwendiges Degustationsmenü ist ein Muss für Feinschmecker.
Mi Perú
Dieses versteckte huarique serviert seit über 40 Jahren Limas beste Krabbensuppe – ein Geheimtipp der Einheimischen.
Chorrillos-Pier
Der zentrale Fischmarkt ist für Profis, doch der Pier in Chorrillos (neben trendigem Barranco) lädt zum Plaudern mit Fischern, frischem Fisch-Kauf oder Ceviche vor Ort.
Trendsetter wie Pedro Miguel Schiaffino von Al Toke Pez oder Malabar in San Isidro definieren moderne peruanische Küche seit über zehn Jahren.
Astrid y Gastón Casa Moreyra
Ein Klassiker für kreolische Spezialitäten.
Al Toke Pez
Schiaffinos Spot für umwerfende Meeresfrüchte.
Renzo Garibaldi reift Rindfleisch monatelang und serviert Limas bestes Steak. Aus einem Strandstand wurde ein Hotspot für Reiche.
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