Als Eleanor Roosevelt die Iguazú-Wasserfälle erstmals erblickte, entfuhr ihr nur ein leises 'Armes Niagara'. Jährlich staunen Zehntausende Besucher aus aller Welt über dieses beeindruckende Naturschauspiel: mehr als 200 Kaskaden, die tosend über eine 80 Meter hohe Klippe stürzen. Egal ob Iguazú, Iguaçu oder Iguassu – der guaraníische Name 'Großes Wasser' ist eine echte Untertreibung. Die Fälle erstrecken sich entlang der Grenze zwischen Brasilien, Argentinien und Paraguay, umgeben von üppigem Tropenwald mit über 2.000 Pflanzenarten, mehr als 500 Vogelarten und rund 80 Säugetierarten.
Viele Besucher bewundern die gewaltigen Wasserfälle zunächst von der eher trockenen brasilianischen Seite, doch aus ökologischen Gründen raten Experten von Hubschrauberflügen ab. Filmliebhaber kennen die brodelnden Massen aus Roland Joffés Oscar-prämierter 'The Mission' von 1986 mit Robert De Niro und Jeremy Irons. Doch die einheimischen 'Cataratas' – die Stromschnellen – entfalten ihr volles Spektakel erst aus nächster Nähe. Lassen Sie Kamera und iPod im Hotel, verzichten Sie auf empfindliche Kleidung und folgen Sie der Bootscrew in die größte Freiluftdusche der Welt: die berüchtigte Teufelskehle, die imposanteste Kaskade des Iguazú.
Das intensivste Erlebnis bietet der Parque Nacional bei Puerto Iguazú (Argentinien). Die regnerische Sommersaison (November bis März) ist ideal. Weitere Infos unter www.iguazuargentina.com.
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