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Ewige Feuer Zentralasiens: Spektakuläre Krater von Derweze bis Yanartaş

In abgelegenen Wüstenregionen Zentralasiens, die selbst für erfahrene Reisende ein echtes Abenteuer darstellen, lodern seit Jahrzehnten ewige Feuer – einige natürlich, andere durch menschliche Hand entzündet. Diese faszinierenden Feuerkrater werden von riesigen unterirdischen Ölvorkommen gespeist und tauchen in lokaler Folklore sowie Hollywood-Produktionen als Tore zur Hölle auf.

Wer das Abenteuer sucht und mutig genug ist, diese Orte zu erkunden, wird oft einsame Momente inmitten dieser infernalischen Naturschauspiele erleben.

„Das Tor zur Hölle“ in Derweze, Turkmenistan

Der Feuerkrater von Derweze, lokal als „Tor zur Hölle“ bekannt, war bis vor Kurzem über 45 Jahre lang für Besucher gesperrt. Dieses gigantische, brennende Loch in der Karakum-Wüste Zentralturkmenistans wirkt wie aus einem Hollywood-Blockbuster – und doch liegt es im Herzen eines der am wenigsten erforschten Länder der Welt.

Der Krater entstand 1971, als sowjetische Geologen bei einer Ölbohrung ein 70-Meter-Loch verursachten, das ihre Ausrüstung verschlang. Um Explosionen zu vermeiden, zündeten sie das austretende Gas an – und die Flammen brennen seither unermüdlich weiter.

Derweze liegt in einem kleinen Dorf mit 350 Einwohnern, erreichbar über eine 162 Meilen lange Offroad-Strecke durch unwirtliches Wüstengelände. Außer dem Dorf gibt es keine Zivilisation in Tagesreichweite. Im Norden liegt der ausgetrocknete Aralsee mit seinen verlassenen Schiffswracks, was die trostlos-atemberaubende Atmosphäre verstärkt.

„Brennender Berg“ in Yanar Dag, Aserbaidschan

Aserbaidschan, das „Land des Feuers“, beherbergt in Yanar Dag („Brennender Berg“) einen Hügel, aus dem ständig entzündliches Gas austritt. Legenden zufolge zündete ein Hirte es in den 1950er Jahren versehentlich an. Heute lodern die Flammen ganzjährig bis zu drei Meter hoch und sind sogar von Baku aus sichtbar.

Einheimische baden in den warmen, schwefelhaltigen Quellen am Hang, die ebenfalls entflammbar sind. Nachts lockt das gespenstische Leuchten Zoroastrier aus aller Welt an. In der Nähe sprudeln Schlammvulkane und schleudern Schlammfontänen in die Luft.

„Flaming Stone“ in Yanartaş, Türkei

Bei Antalya im Olympos-Tal spucken Felsspalten in den Bergen tag und nacht Feuer. Besonders winterabends kontrastieren die Flammen dramatisch mit dem dunklen Himmel – manche lichterloh für Sekunden, andere tagelang.

Viele Besucher kombinieren den Ausflug mit den Ruinen des Hephaistos-Tempels und genießen türkischen Tee, gebrüht auf den natürlichen Flammen.

Feuer biblischer Proportionen in Baba Gurgur, Irak

In der kurdischen Region Nordiraks, nahe Kirkuk, lodert bei Baba Gurgur – am zweitgrößten Ölfeld der Welt – ein uralter Feuerkrater. Er brennt seit Tausenden Jahren und wird mit dem Ofen aus dem Buch Daniel gleichgesetzt.

Frauen bitten hier traditionell um männlichen Nachwuchs. Die nahe Stadt Kirkuk mit ihren 5000 Jahre alten Zitadellenruinen lohnt einen Besuch. Baba Gurgur ist fußläufig erreichbar, doch aktive Ölfelder erfordern Vorsicht und Sicherheitskontrollen.

Der Feuertempel von Ateshgah bei Baku, Aserbaidschan

Nur Minuten vom Zentrum Baku entfernt steht der 17. Jahrhundert alte Ateshgah-Tempel mit einem fast ununterbrochenen Feuer im Zentrum. Ursprünglich gespeist von unterirdischem Gas, erlosch es 1969 durch Ausbeutung – heute brennt es mit Leitungsgas weiter.

Der Ort diente Zoroastriern und Hindus als Pilgerstätte und ist heute geschütztes Reservat.

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