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So prüfen Sie die Sicherheit einer Fluggesellschaft: Experten-Tipps von Dr. Chrystal Zhang

Das Reisen in einer Metallkapsel durch die Luft weckt bei vielen ein Gefühl der Unsicherheit. Zwar steckt fundierte Wissenschaft dahinter, die Flugzeugen ermöglicht, der Schwerkraft zu trotzen – doch für den Durchschnittsreisenden bleibt das oft ein Büch mit sieben Siegeln.

Fliegen ist für viele heute nervenaufreibender als früher, insbesondere bei Fernreisen mit unbekannten Billigfliegern. Bedeutet Unbekanntheit automatisch Unsicherheit? Um das zu klären, haben wir Dr. Chrystal Zhang, Luftfahrtexpertin am RMIT University, konsultiert.

Sind Billigflieger weniger sicher?

Laut Dr. Zhang besteht hier kein Grund zur Sorge: Es gibt keine statistisch signifikanten Beweise, dass Billigfluglinien unsicherer sind als Full-Service- oder traditionelle Airlines.

„Es gibt einige anekdotische Berichte zu Unfällen bei Billigfliegern, aber das schließt nicht aus, dass etablierte Fluggesellschaften ebenfalls abstürzen können“, erklärt sie.

Entscheidend ist die Sicherheitskultur des Unternehmens. Hat eine Airline diese, priorisiert sie Sicherheit über finanzielle Aspekte – etwa indem sie Flugzeuge bei Bedarf am Boden lässt und repariert.

Sie können dies selbst recherchieren, indem Sie den Namen der Airline mit „Sicherheitskultur“ googeln oder auf deren Website nachschauen. Achten Sie auf Details wie Flugzeugtypen, Alter der Maschinen oder Flottenerneuerungspläne.

Diese Infos finden Sie auch auf Airline-Sicherheitsbewertungsseiten – Dr. Zhang rät jedoch zur Vorsicht: Viele sind kommerziell betrieben. „Sie sind eine gute Quelle, aber prüfen Sie die Herkunft der Daten. Stellen Sie Fragen, bevor Sie blind vertrauen.“

Bedeutet ein vergangener Absturz zukünftige Risiken?

Für Dr. Zhang ist die Vergangenheit Vergangenheit – ein Unfall sagt nichts über die Zukunft voraus. Dennoch signalisiert eine schlechte Sicherheitsbilanz Probleme. Wichtig: Hat die Airline daraus gelernt und einen systemischen Sicherheitsansatz implementiert? Das sollte auf ihrer Website oder bei Aufsichtsbehörden ersichtlich sein.

Insgesamt sind tödliche Flugunfälle extrem selten. Fliegen gilt als die sicherste Fernreiseform – die Sterberisiko im Auto ist deutlich höher.

Zuverlässige Quellen für Airline-Sicherheitsdaten

Berücksichtigen Sie das Heimatland der Airline, da sie dort reguliert wird. Fast alle Länder sind Mitglieder der UN-Organisation ICAO, die Sicherheitsstandards setzt und Audits durchführt. Die Ergebnisse sind öffentlich.

Airlines im oder aus australischem Luftraum müssen CASA-Standards erfülllen. Bei „ernstem und unmittelbar bevorstehendem Risiko“ kann CASA Lizenzen suspendieren.

International listet die EU unsichere Airlines und Länder auf einer Schwarzen Liste, wie Dr. Zhang betont. Die US-FAIR bewertet Länder mit US-Flugverkehr auf ICAO-Konformität. Die IATA überprüft Mitglieder – prüfen Sie, ob Ihre Airline opertional ist.

SmartTraveller empfiehlt das Aviation Safety Network für Unfallshistorie.

Zusammenfassend: Wählen Sie nicht nur nach Preis. Berücksichtigen Sie Sicherheit – und in Pandemiezeiten Rücktrittsrichtlinien.