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Grand Canyon in Arizona: Atemberaubend und sprachlos machend

Reiseführer warnen oft zurecht: Der Grand Canyon ist unmöglich zu beschreiben. Als erfahrener Reisender kann ich das bestätigen – beim ersten Blick über die Schlucht, das beeindruckendste Naturwunder der Welt, stockt vielen der Atem. Viele Besucher wandern zu Fuß oder per Maultier hinab zum Grund und übernachten auf der Phantom Ranch, andere erkunden ihn aus der Luft per Helikopter. Doch selbst dann bleibt die Dimension schwer greifbar. Die Schlucht ist so gewaltig, dass sie sich endlos nach oben, unten und seitlich erstreckt – ein Panorama, das Hunderte Kilometer Raum suggeriert. Je länger man hinsieht, desto mehr verliert man das Gefühl für Distanz, Tiefe und Orientierung.

Die Fakten unterstreichen das Unglaubliche: Der Grand Canyon misst rund 277 Meilen Länge und eine Meile Tiefe. Der South Rim, Ziel der meisten Touristen, liegt im Durchschnitt bei 7000 Fuß Höhe, der North Rim bei über 8000 Fuß – seine alpin geprägte Landschaft verstärkt das Surreale. Am Grund fließt der Colorado River, der die Schlucht über fünf bis sechs Millionen Jahre geformt hat und Gesteinsschichten freilegt, die bis zu zwei Milliarden Jahre alt sind. Besonders einprägsam sind die chromatischen Schichten in Rot-, Ocker- und Gelbtönen, die über Türme und zerklüftete Klippen gemalt wirken. Stellen Sie es sich als umgedrehte Bergkette vor: Die umliegende Landschaft ist flach, und alle schroffen Formationen ragen unter Ihnen empor. Diese Abruptheit fasziniert und fordert heraus – der Grand Canyon holt Sie aus der Komfortzone und verändert Sie nachhaltig.

Der South Rim ist ganzjährig rund um die Uhr geöffnet, der North Rim von Mitte Mai bis Mitte Oktober. Mehr Infos: www.nps.gov/grca.

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