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Die besten Aktivitäten in Phnom Penh: Warum die unterschätzte Hauptstadt Kambodschas begeistert

Viele Reisende überspringen Phnom Penh und reisen direkt nach Siem Reap – oft aus Furcht vor Gefahr und Langeweile. Bei meiner jüngsten Reise in diese "unbeliebte" Südostasien-Hauptstadt entdeckte Meera Dattani jedoch ein lebendiges Juwel. Phnom Penh ist unterschätzt, aber definitiv mehrere Tage wert. Hier unsere Top-Empfehlungen basierend auf echter Erfahrung.

Alternde Keramik im Nationalmuseum

"Glaubst du, es wird nur voller alter Töpferwaren sein?", fragte mein Freund, als wir zum Nationalmuseum aufbrachen, unserem ersten Stopp in der kambodschanischen Hauptstadt. Wer gealterte Keramik meidet, wird nicht enttäuscht: Es gibt sie, aber die Sammlung fasziniert durch erhabene Khmer-Skulpturen und -Kunstwerke, die den Roten Khmer nur knapp entkamen. Dieses Museum ist eines der beeindruckendsten, die ich kenne – umfassend, doch kompakt genug für einen Nachmittag. Besonders die Karte zum Khmer-Reich zieht Massen an und weckt Erstaunen über dessen einstige Macht.

Der Überraschungsfaktor am Sisowath-Kai

In Phnom Penh lauern Überraschungen um jede Ecke. Ein Spaziergang entlang des Sisowath Quay, der Fußgängerzone am Flussufer, bringt Aerobic-Kurse, skateboardfahrende Kinder oder Mönche in orangefarbenen Roben. Am Wochenende lockt der Nachtmarkt Phsar Reatrey mit Schokoladenwaffeln, kaltem Bier, Kebabs und frittierten Insekten.

Traditionelle Highlights wie farbenfrohe Wats und Pagoden prägen die Stadt. Für Grand-Palace-Besucher in Bangkok klingelt beim Königspalast und der glitzernden Silberpagode etwas: Wandmalereien, Gärten und der Baccarat-Kristall-Buddha erinnern stark daran.

Das ernüchternde Genozid-Museum

Der Prunk des Königspalasts kontrastiert scharf mit dem Tuol Sleng Genozid-Museum (S-21). Diese ehemalige Highschool, eines von 150 Khmer-Rouge-Gefängnissen, zeigt erschütternde Exponate, Fotos, Tafeln und Videos zu den Jahren 1975–1979. Unverzichtbar für das Verständnis von Pol Pots Terrorregime.

Die Geschichte setzt sich 30 Minuten außerhalb in Choeung Ek (Killing Fields) fort. Eine sensible Audiotour führt durch die stillen Wälder mit über 20.000 Massengräbern zum buddhistischen Stupa mit 8.985 Schädeln. Hart, aber hervorragend präsentiert.

Der beste Ort für Schnäppchen

Phnom Penh ist Shopping-Paradies Kambodschas. Unter der gelben Kuppel des Zentralmarkts (Phsar Thmey) finden Sie Elektronik, Kleidung und Souvenirs günstig. Der Russische Markt (Psar Toul Tom Poung) bietet ethisches Handwerk, Khmer-Schmuck, Autoteile und exotische Früchte in labyrinthartigen Gassen.

Nachtleben in Phnom Penh

Abends verwandelt sich die Stadt. Rooftop-Bars am Fluss füllen sich mit Cocktails bei Sonnenuntergang über dem Mekong. Der Foreign Correspondents' Club (FCC) bleibt Kult: Kühlendes Bier unter summenden Ventilatoren und Blick auf die rote Sonne.

Empfehlenswerte kambodschanische Küche

Phnom Penh führt kulinarisch: Khmer-Gerichte wie Amok (gedünsteter Kokosfisch in Bananenblättern), Klebreis mit Mango oder Kampot-Pfefferkrabben neben internationaler Vielfalt. Pionier des ethischen Essens ist Friends International mit Restaurants wie Friends, Romdeng und Le Café Mith Samlanh, die Benachteiligte ausbilden. Weiterempfohlen: Café Yejj nahe dem Russischen Markt und Sugar 'n Spice im Daughters.

Erkunden zu Fuß oder mit Tuk-Tuk

Tuk-Tuks eignen sich perfekt für die kompakte Stadt. Zu Fuß entdecken Sie das French Quarter mit breiten Boulevards, kolonialer Architektur wie Raffles Hotel, Manolis und ehemaliger Banque de l'Indochine. Flussaufwärts wartet der 27 Meter hohe Wat Phnom, Namensgeber der Stadt – mit toller Aussicht. KA Tours bietet geführte Fahrradtouren zur Architektur.

Mit dem Groben Leitfaden für Kambodscha können Sie mehr von Phnom Penh und Umgebung erkunden.